07.08.2017
Rubrik Film

«In a Heartbeat» – Ein revolutionärer Animationsfilm für die LGBTQ+ Community?


Als Esteban Bravo und Beth David im Januar 2016 mit den Vorbereitungen für ihren Kurzfilm starteten, hatten sie bestimmt nicht mit der überwältigenden Reaktion darauf gerechnet.

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Am 31. Juli stellten die zwei Computer Animatoren Esteban Bravo und Beth David aus Florida ihre Masterarbeit auf YouTube. Dabei handelt es sich um einen Jungen namens Sherwin, der in seinen Klassenkameraden Jonathan verliebt ist. Erfolgslos versucht Sherwin sein völlig unkontrollierbares Herz – das wild in der Gegend herum hüpft –  davon abzuhalten, dass es sich an Jonathan festkrallt und sein Geheimnis entlüftet. Der Satz unter dem Video: «A closeted boy runs the risk of being outed by his own heart after it pops out of his chest to chase down the boy of his dreams.» – könnte nicht besser passen.

«Anfänglich handelte es sich um einen Jungen und ein Mädchen. Erst als Esteban und Ich und entschieden, eine gleichgeschlechtige Liebe zu machen, fühlte es sich wie eine persönliche Geschichte für uns an. Es war die Art von Geschichte, die wir uns als Kinder gewünscht hätten.» – Beth David zu «The Guardian»

Animationsfilme werden von allen Generationen geliebt und können grosse Einflüsse auf Kinder haben. Genau deshalb ist es so wichtig, dass es «In a Heartbeat» gibt! Wie Sie alle wissen, gibt es – trotz grossen Schritten in Richtung LGBTQ+-Akzeptanz – dennoch keinen vollständigen Animationsfilm, der sich um ein homosexuelles (o.a.) Paar dreht. Würde es für zukünftige Generationen leichter sein sich zu outen, wenn sie mehr davon in den Medien zu sehen bekommen würden? Absolut! Es würde zur Normalität werden gleichgeschlechtige Paare im Fernsehen oder Kino – und somit auch in der Öffentlichkeit – zu sehen. Darum hoffen wir, dass sich grössere Unternehmen wie Disney oder Pixar in Zukunft mehr dafür einsetzen werden.

«Aus der Sicht eines Betriebs macht es Sinn, weshalb Filmstudios Angst davor haben, LGBT-Charaktere abzubilden. Es gibt immer noch einen Teil der Gesellschaft, der nicht akzeptierend ist. Aber als Erzeuger von kinderfreundlichen Filmen ist es extrem wichtig, sie zu vertreten. Wenn sie das nicht tun, kann es zu innerlicher Verwirrung bei Kindern führen.», so Beth weiter im Interwiew mit «The Guardian».

Das ganze Internet ist Hals über Kopf verliebt in die Pixar-ähnliche Geschichte. Innerhalb einer Woche hat das Video schon über 20 Millionen Klicks auf YouTube! Twitter-User haben schon Zeichnungen und Bilder kreiert, um ihre Dankbarkeit für den Kurzfilm zu zeigen. Auch grössere Influencer wie YouTube-Star Connor Franta reagieren sehr überrascht und positiv darauf. Er hofft: «Vielleicht gibt es ja bald einen Disneyfilm mit einem homosexuellen Prinzen?»



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