30.06.2017
Rubrik Games

Crash-Test-Racer: «Danger Zone»


«Danger Zone» liefert ein geniales Konzept; fröhlich kann man die eigene Zerstörungswut ausleben. Leider gibt es doch ein paar Enttäuschungen, die man nicht so recht verkraften kann.

«Burnout» bleibt eines der grossen Racing-Games der Ära PS2/Xbox/Gamecube. Nicht zuletzt dank dem zerstörungswütigen Crash-Modus, dessen einziges Ziel es war, in einem gegebenen Verkehrsszenario maximal viel Schaden anzurichten. Und weil Autos zu Schrott fahren auch im Jahr 2017 noch spassig ist, hat das kleine, englische Entwicklerteam Three Fields Entertainment (gegründet von einigen Ex-«Burnout»-Produzenten) dem Crash-Modus gleich sein eigenes Game spendiert. «Danger Zone» besetzt zwei Tasten auf dem Joypad: Gas geben und bremsen. Wirklich gebraucht wird nur eine davon. Als suizidaler Fahrer rasen sie über dicht gestellte Kreuzungen und mehrstöckige Highways, wo es gilt möglichst geschickt andere Verkehrsteilnehmer abzuschiessen, um eine verheerende Kettenreaktion auszulösen. Sobald die eigene Karre crasht geht es in Zeitlupe weiter. Die Flugbahn des Wracks lässt sich nun dezent steuern, womit man das Chaos wahlweise auf eine andere Fahrbahn oder in die herumliegen Power-Ups lenken kann. Das ist verdammt unterhaltsam und dank Highscore-Jagd auch einigermassen motivierend, aufgrund der spärlichen 20 Herausforderungen aber viel zu schnell wieder vorbei. Auch grafisch macht sich die Indie-Herkunft des Games bemerkbar, «Danger Zone» passiert nicht auf realen Strassen, sondern in einem Simulations-Setting. Das hat zur Folge, dass sämtliche Levels wie ein und dieselbe Tiefgarage aussehen. Für die knapp 15 Stutz, die das Spiel kostet ist das zwar keine komplette Abzocke aber zumindest eine kleine Enttäuschung und viel verschenktes Potential.

Wertung:

Ab jetzt für PS4 und PC



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