24.05.2018
Rubrik Games

Dark Souls: Remastered


Als From Software 2011 «Dark Souls» veröffentlichte, richtete sich das Spiel, als geistiger Nachfolger von «Demon’s Souls», an eine kleine, aber umso leidensfähigere Community. Trotz oder gerade wegen seines hohen Schwierigkeitsgrades stieg das Spiel jedoch schnell zum geliebten Kultklassiker auf, an dessen Zauber nun der Remaster nochmals anknüpfen soll. 

Eines gleich vorweg: Bei «Dark Souls: Remastered» handelt es sich – wie der Name schon sagt – wirklich um einen Remaster und kein Remake, wie bei „Dark Souls II: Scholar of the First Sin“. Die bereits bekannten Änderungen sind also schnell aufgezählt und bis auf ein paar Ausnahmen eher von kosmetischer Natur (aufpolierte Grafik, 4K-Unterstützung, höhere Framerate). Neu können aber bis zu sechs Spieler gleichzeitig zusammen das Königreich Lordran erkunden, wobei die Verbindung nicht mehr über P2P, sondern über dedizierte Server geschieht – dabei wurde auch das Password Matchmaking aus «Dark Souls 3» übernommen. Weiter können jetzt mehrere benutzbare Gegenstände gleichzeitig verwendet, die Gamepad-Tasten selber zugewiesen und die Bündnisse am Leuchtfeuer gewechselt werden. Zum Gameplay selbst wurde aber nur ein neues Leuchtfeuer neben dem Schmied Vamos hinzugefügt, was den mehrmaligen Weg durch die Katakomben erspart.

Blighttown Blues
Die wenigen Gameplay-Änderungen rühren wohl daher, dass der Remaster nicht von From Software selbst stammt, sondern vom polnischen Studio QLOC. Deshalb wurde leider wohl auch darauf verzichtet, das multidirektionale Rollen- und Ausweichsystem oder die Möglichkeit zur Umverteilung der Attributpunkte aus «Dark Souls 2» oder «Dark Souls 3» einzuarbeiten. Andererseits zeigen erste Gameplay-Videos, dass auch bei den graphischen Aufbesserungen nicht alles golden glänzt: Weiter entfernte Gebäude können sich mit der höheren Auflösung nicht mehr verstecken und fallen so durch ihre niedrigen Texturen negativ auf. Ausserdem bleibt abzuwarten, ob die Framerate auch in den berüchtigten Gebieten, wie Blighttown, stabil bleibt. Zu den noch unbekannten Variablen gehört auch die bereits auf den Sommer verschobene Umsetzung für die Nintendo Switch: So sehr das Konzept eines portablen «Dark Souls» einen unbestreitbaren Reiz hat, so ungenau könnte die Bedienung mit dem Standard-Gamepad der Switch sein – aber es gibt ja auch Spieler, die das Game auf dem Dance Pad oder den DK Bongos gemeistert haben.

Qui bono?
«Dark Souls: Remastered» macht für den PC wenig Sinn, denn die Graphik lässt sich auch einfach durch den DSFix-Patch verbessern und an der immer noch starken Online-Community wird der Remaster wohl wenig ändern. Die PS4- und X1-Versionen haben dagegen deutlich mehr Potential alte und neue Spieler vor die Bildschirme zu locken. Ob dies auch der Switch gelingt, bleibt abzuwarten. Wer also noch keine Erfahrung mit dem entscheidenden Teil der «Dark»-Reihe gemacht hat, sollte unbedingt zugreifen – und auch Veteranen werden sich zwischen Praise the Sun, GiantDads und Havel Monstern bestimmt schnell wieder heimisch fühlen.

Ab 25.5. für PS4, X1 und PC
Ab Sommer 2018 für Switch


Prepare To Die!

Aller Anfang ist schwer, vor allem wenn es sich um „Dark Souls“ handelt. Hier also fünf kurze Tipps für Scrubs und andere Neueinsteiger:

1. Charakterwahl
Bei der Wahl der Charakterklasse scheiden sich seit jeher die Geister; für Neuankömmlinge eignen sich aber wohl der Krieger oder der Ritter aufgrund der ausgewogenen Attributverteilung und des Equipments am besten. Als Startgeschenk kommt eigentlich nur der Master Key in Frage, da die restlichen Geschenke kaum etwas taugen.

2. Crowd Control
Selbst die einfachsten Gegner können dir in grosser Anzahl schnell die Lichter auslöschen, darum sollten grössere Gegnergruppen immer zuerst voneinander getrennt und dann einzeln bearbeitet werden.

3. Stamina
Was im Auto der Blick auf die Benzinanzeige, ist in «Dark Souls» der Blick auf die Ausdauer: Ist die Anzeige leer, bleibt der Karren stehen – und das ist sowohl auf der Autobahn, als auch vor einen Gegner eher suboptimal. Deshalb sollte man im Hinterkopf behalten (und mitzählen), wie viel R1-Gespamme mit der verfügbaren Ausdauer möglich ist.

4. Entwicklung
Überlege dir früh, wohin sich dein Charakter entwickeln soll, denn in «Dark Souls» gibt es keine Möglichkeit die Attributpunkte neu zu verteilen. Auch auf die Ausrüstung und Waffen sollte man sich möglichst früh festlegen, damit diese Items so schnell wie möglich voll aufgelevelt werden können. Achtung: Auch Schilder und Rüstungen können verbessert werden!

5. Angriff
Ob normaler Gegner oder Boss: Es ist nie sinnvoll direkt vor dem Feind stehenzubleiben und abzuwarten. Also schön direkt auf den Feind zu rennen, seinen Attacken ausweichen und dann selbst seitlich oder von hinten angreifen – und dabei immer schön nach Backstabs fischen.

Ansonsten gilt: Übung macht den Meister und auch in „Dark Souls“ ist noch kein Parry King vom Himmel gefallen. Git gud!



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