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Dave Hause
03.10.2017Dynamo, Zürich

Sie vermissen bereits den Sommer und die Unbeschwertheit, den er mit sich bringt? Dann streichen Sie den 3. Oktober ganz fett in Ihrem Kalender an. Denn wenn Dave Hauses Musik eines kann, dann ein wunderbar sommerliches Gefühl vermitteln, das Sie irgendwo ins Nirgendwo katapultiert, ohne dass Sie sich allein fühlen. Der beste Beweis dafür ist seine dieses Jahr erschienene Scheibe «Bury Me In Philly», deren Titel wegen der vielen Country-Einflüsse eigentlich «Bury Me In Tennessee» heissen müsste. Und jetzt folgt noch ein kleiner Geheimtipp für alle heimlichen My-Chemical-Romance-Fans: Gitarrist Frank Iero eröffnet vor Dave Hause – der freut sich sicher über das ein oder andere fransenbehangene Gesicht und Nietengürtel.

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Queens of the Stone Age

Nach vier langen Jahren melden sich Queens of the Stone Age endlich zurück! Im August erscheint das neue Album "Villains" gefolgt von einer Welt-Tour auf der sie am 6. November auch bei uns in der Schweiz Halt machen. Josh Homme gründete bereits in Schulzeiten mit Freunden die Band "Kyuss", mit der er das Genre des Stoner Rock erfand. 1996 trennte sich die Band, aber nur ein Jahr später tauchte er als charismatischer Frontmanns von Queens of the Stone Age wieder auf. Von Anfang an stehen die Kalifornier für kompromisslosen, unaufhaltsam nach vorne preschenden Gitarrensound. Schon bei ihrem ersten, selbstbetitelten Album von 1998 standen die Zeichen auf Erfolg. Mit den darauf folgenden Platten ging es für die Band musikalisch und kommerziell immer weiter bergauf. Der weltweite Durchbruch kam mit dem dritten Album "Songs For The Deaf", welches von ihrem Freund Dave Grohl (Nirvana/Foo Fighters) eingetrommelt wurde, fast überall in Europa hohe Chart-Positionen erreichte und Josh Homme somit endgültig zu einem Superstar der alternativen Musikszene machte. Mit ihren unglaublichen Live-Shows beweisen QOTSA immer wieder, dass sie die beste Band sind, wenn es um wuchtigen, leidenschaftlichen und staubtrockenen Rock'n'Roll geht und deshalb sollte man für ihr einziges Schweizer Konzert in der Samsung Hall Zürich ganz schnell Tickets sichern!

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Von federleichten Popmelodien über eingängige Indie Rock-Hymnen bis zu harten Metal-Kompositionen; musikalische Köstlichkeiten gibt es in unserem Land en masse. Tagtäglich bespielen Bands und Solokünstler die kleinen Bühnen von Clubs und Bars. Vom Konzertkeller in Hinterpfupfingen bis zur internationalen Bühne ist es allerdings ein weiter Weg. Der Bandcontest Swiss Live Talent will diese Odyssee etwas abkürzen. Nach bereits zwei Ausgaben hat sich der Contest zum Sprungbrett für aufstrebende Künstler gemausert. Nachdem 25 Experten der Schweizer Musikszene die eingereichten Tracks von 665 Bands durchgeackert haben, stehen nun die Nominierten in sieben Kategorien für den Swiss Live Talent Award fest. Mit dabei sind auch Namen, die wir bereits kennen: Odd Beholder, One Sentence. Supervisor, Dirty Sound Magnet, John Gailo, Wassily, Dachs, Fai Baba, Zeal & Ardor, Long Tall Jefferson oder a=f/m (Bild) sind nur einige der vielen Bands, die am 17. und 18. November in sechs Berner Locations zum Konzertmarathon antreten dürfen, bei dem auch Sie herzlich eingeladen sind, ihren Favoriten vor Ort anzufeuern. Eine internationale Jury wird schlussendlich dann den Sieger des diesjährigen Swiss Live Talents küren. Gewonnen haben aber eigentlich schon alle, die auf der Bühne stehen: Die Jury besteht nämlich aus Booker, Event-Veranstalter, Clubbetreiber und Medienleute aus dem In- und Ausland. Wer hier entdeckt wird, ist also dem Ziel, erfolgreich Musik zu machen, schon einen grossen Schritt weiter. (miku/kätt)

30.08.2017
Rubrik Games

Gamescom – The Heart Of Gaming


350’000 Besucher, 910 Aussteller, 11 Hallen. Für fünf Tage im Jahr wird Köln zum grössten Spielplatz der Welt. Überraschungen gab es in diesem Jahr nur wenige, dafür eine Qualitätsoffensive mit vielen potentiellen Hochkarätern. Hier sind unsere Highlights der Spielemesse.

Von Rainer Etzweiler, Schimun Krausz und Antonia Seitz

Super Lucky Tale
(Playful/Microsoft)

Release: 7. November für Xbox One, PC
Genre: Familienfreundliches Jump’n’Run
Für Fans von: «Super Mario 3D World», «Yooka-Layle», «Crash Bandicoot»

Darum geht’s: Auf der sonst eher kriegerischen Xbox One wirkt «Super Lucky Tale» beinahe wie ein Fremdkörper: das super herzige Geschicklichkeitsspiel orientiert sich stark an den bunten Vorbildern, die das Genre grossgemacht haben und geht dabei spielerisch kein allzu grosses Risiko ein. Der Schwierigkeitsgrad zieht rasch an, wird dank dem punktgenauen Handling aber nie unfair.

Das funktioniert: Lucky der Fuchs und seine Freunde sind ein charmanter Haufen und das Leveldesign ist – zumindest in dem von uns angespielten Abschnitt – hervorragend.

Das könnte schiefgehen: Das Gameplay bietet in etwa so viel Eigenständigkeit wie ein Schwalben-Tattoo. Etwas mehr Mut wäre wünschenswert.

Gwent
(CD Project Red)

Release: Irgendwann 2017 für PS4, Xbox One, PC
Genre: Sammelkarten-Schlachten mit Tiefgang
Für Fans von: «Heathstone», «Magic The Gathering», «SolForge»

Darum geht’s: Das süchtigmachende Minigame aus «The Witcher III» bekommt seine verdiente Stand-Alone Adaption. Mit neuen, radikal geänderten Regeln und einem erweiterten Spielprinzip geht «Gwent» die Extrameile und liefert ein brillantes, kompetitives Multiplayer-Erlebnis, angesiedelt in der Dark-Fantasy Welt unseres Lieblingshexers.

Das funktioniert: Spielerisch bringt «Gwent» den Klassenprimus «Heartstone» jetzt schon ins Schwitzen und der Storymodus verspricht anständiges Futter für Solisten zu werden.

Das könnte schiefgehen: «Gwent» ist das erste Multiplayer-Spiel von CD Project Red. Das Balancing könnte zum Problem werden.

Cuphead
(Studio MDHR/Microsoft)

Release: 29. September für Xbox One und PC
Genre: Vintage Run & Gun
Für Fans von: «Metal Slug», «Mega Man», «Contra»

Darum geht’s: Bei keinem anderen Spiel wurde so vielfältig geflucht, wie bei «Cuphead». Der knüppelharte Sidescroller verzeiht keinen Fehler, verlangt volle Zen-Konzentration und ist auch für die fittesten Joypad-Dompteure nur mit ganz viel Trial-and-Error zu bewältigen. Audiovisuell gibt sich das 2D-Game ähnlich unkonventionell – inspiriert von den Cartoons der späten 20er-Jahre, klingt und sieht «Cuphead» aus, wie das Werk eines bösen Disney-Bruders der sein Leben lang im Keller eingesperrt war.

Das funktioniert: Die konsequent durchgezogene Retro-Ästhetik ist einzigartig und die mehrstufigen Bosse versprechen, vor allem im kooperativen Modus, ein grossartiges Baller-Fest zu werden.

Das könnte schiefgehen: Der Level-Hub schaut noch arg leer aus, für ein Spiel dass in wenigen Wochen erscheint, womit bislang offen bleibt, ob «Cuphead» genug Umfang bietet.

Monster Hunter: World
(Capcom)

Release: Februar 2018 auf PS4, Xbox One, PC
Genre: Jäger und Sammler-Action-RPG
Für Fans von: «Dragon’s Dogma», «Horizon: Zero Dawn», «Dino Crisis»

Darum geht’s: Evolution statt Revolution, «Monster Hunter: World» spielt sich wie der komfortable, grosse Bruder seiner Handheld-Vorgänger. Noch immer werden hausgrosse, hässige Echsen mit, zum grössten Teil selbsthergestellter Ausrüstung gejagt und erlegt. Wie gewohnt vorzugsweise Online, wo neuerdings ein vereinfachtes Drop-In & Out-System die gemeinsame Monster-Hatz erheblich komfortabler macht.

Das funktioniert: Für den ersten, properen Heimkonsolen-Ableger seit 2013 scheint sich Capcom mit der Wunschliste der Fans hinter die Rechner gesetzt zu haben. Viele Unzulänglichkeiten früherer Teile wurden ausgemerzt.

Das könnte schiefgehen: Technisch sieht das Spiel noch etwas durchzogen aus, vor allem die Animationen wirken steif.

Call Of Duty: World War II
(Sledgehammer Games/Activision)

Release: 3. November für PS4, Xbox One, PC
Genre: History-Channel-Ego Shooter
Für Fans von: «Battlefield 1», «Medal Of Honor», «Brothers In Arms»

Darum geht’s: Wer braucht schon Laser-Wummen, Roboter und Energie-Schilde – «Call Of Duty: World War II» kehrt zu seinen Anfängen zurück. Während die Kampagne verschwenderisch viele «Saving Private Ryan»-Momente bietet, gefällt im Multiplayer der neue «War»-Modus, hier müssen gemeinsame Tasks bewältigt werden. Etwa das eskortieren eines Panzers oder der Aufbau einer Brücke.

Das funktioniert: «Call of Duty: World War II» ist laut, brutal und cineastisch. Kurz: Alles was man von dem Spiel erwartet.

Das könnte schiefgehen: Die Storys waren in der Vergangenheit ziemlich dämliche Patriotismus-Keulen, hoffentlich beweist Sledgehammer hier mehr Fingerspitzengefühl.

Mario Odyssey
(Nintendo)

Release: 27. Oktober für Switch
Genre: Königsklassen-Jump’n’Run
Für Fans von: «Banjo-Kazooie», «Jak & Daxter», «Rayman»

Darum geht’s: «Mario Odyssey» auf ein paar wenige Zeilen herunterzubrechen ist ein bisschen als ob man das Deckengemälde der sixtinischen Kapelle auf die Rückseite eines Bierdeckels zeichnen müsste. Daher beschränken wir uns auf das Wichtigste: Cappy, Marios Zauber-Mütze, die ihn in die Körper seiner Feinde und sogar Gegenstände schlüpfen lässt, ist das frischeste Gameplay-Element der Serie seit rund 20 Jahren. Die neue Spiel-Mechanik weckt Entdeckergeist, Forschungsdrang und eine Magie, die man verloren geglaubt hat.

Das funktioniert: «Mario Odyseey» fühlt sich bereits nach wenigen Minuten an, wie der geistige Nachfolger zu «Super Mario 64» – einem der besten Games aller Zeiten.

Das könnte schiefgehen: Wenn nicht gerade die Welt untergeht, absolut nichts.

Anno 1800
(Blue Byte/Ubisoft)

Release: 4. Quartal 2018 für PC
Genre: Aufbaustrategie
Für Fans von: «Anno»-Reihe, «Sim City»-Reihe, «Cities Skylines»
Darum geht’s: Nach den letzten zwei Ausflügen in die Zukunft, besinnt sich der inzwischen siebte Teil der «Anno»-Reihe wieder auf seine Wurzeln und versetzt Sie zurück ins Jahr 1800. Die industrielle Revolution sorgt für ungeahnte wirtschaftliche Möglichkeiten für Stadtgründer, aber auch neue Schwierigkeiten mit denen Bürgermeister zu kämpfen haben. Zusätzlich kehren endlich wieder offene Seeschlachten und direkte Handelswege zurück ins Spiel.

Das funktioniert: Viel haben wir noch nicht von «Anno 1800» gesehen, doch der Entwickler hat sich die harte Kritik an den beiden Vorgängern zu Herzen genommen und besinnt sich wieder auf das, was Fans wollen.

Das könnte schiefgehen: Blue Byte setzt die Erwartungen mit der Rückkehr beliebter Features in Kombination mit spannenden Neuerung sehr hoch. Ob sie dem zum Release gerecht werden?

The Evil Within 2
(Tango Gameworks/Bethesda)

Release: 13. Oktober 2017 für PS4, Xbox One, PC
Genre: Horror, Survival
Für Fans von: «The Evil Within», «Resident Evil, «Silent Hill»
Darum geht’s: Nach den Ereignissen des ersten Teils, ist Sebastian Castellanos auf der Suche nach seiner totgeglaubten Tochter Lilly. Seine Ermittlungen führen den Detective dabei wieder zurück in die Stem-Welt. Genauso wie im ersten Teil schlägt er sich spärlich bewaffnet durch die von Zombies und anderen Monstern bevölkerte Horror-Spiegelwelt, in der Hoffnung auf ein Lebenszeichen. Filmreif inszenierte Zwischensequenzen und Jumpscares dürfen natürlich nicht fehlen.

Das funktioniert: In der Gamescom-Demo wurden wir in ein weitläufiges, frei erkundbares Areal entlassen, das im Gegensatz zum ersten Teil beinahe ein Open-World-Feeling mitgebracht hat.

Das könnte schiefgehen: Es besteht die Gefahr, dass zugunsten der frei entdeckbaren Nebenquests und weitläufigen Areale die dichte Atmosphäre und der straffe Handlungsfaden des Vorgängers verloren gehen.

Wolfenstein II: The New Colossus
(MachineGames/Bethesda)

Release: 27. Oktober 2017 für PS4, Xbox One, PC
Genre: First Person Shooter
Für Fans von: «Wolfenstein», «Doom», «Titanfall 2»

Darum geht’s: «Wolfenstein II» setzt quasi nahtlos nach dem Ende des Vorgängers an. B.J. Blazkowicz stürzt sich noch vom Krankenhausbett zurück in den Kampf gegen das Regime. Um das abgefahrene Szenario mit der dichten Handlung geniessen zu können, sollten Sie den Vorgänger gespielt haben. Dann könnte «Wolfenstein II» mit seinem Oldschool-Shooter-Gameplay und dem wuchtigen Spielgefühl der Shooter-Hit des Jahres werden.

Das funktioniert: Das solide Gameplay des Vorgängers wurde ordentlich aufpoliert. Das wuchtige Spielgefühl und die traditionellen, aber nicht altbackenen Shooter-Mechaniken, lassen jeden Oldschool-Spieler aufhorchen.

Das könnte schiefgehen: Bei all dem überzogenen Humor und protzigen Charakteren könnte sich die Handlung in platten Klischees verlieren.

Kingdom Come: Deliverance
(Warhorse Studios/Deep Silver)

Release: 13. Februar 2018 für PS4, Xbox One, PC
Genre: Action, Rollenspiel
Für Fans von: «Mount & Blade», «Gothic», «Risen»

Darum geht’s: Im frühen 15. Jahrhundert sucht der Sohn eines Schmieds Rache für den unrechtmässigen Tod seiner Eltern und gerät dabei in den Kampf um den rechtmässigen König seines Landes. Spielerisch orientiert sich «Kingdom Come» an entschleunigten Mechaniken, die Ihnen ein spannend realitätsnahes Bild vom mittelalterlichen Treiben vermitteln sollen. Dabei führen unterschiedliche Herangehensweisen an Missionen, zu unterschiedlichen Spielerlebnissen jedes Spielers.

Das funktioniert: Den Realismus der Spielmechaniken, auf den die Entwickler Wert legen, haben wir in unserer Anspielzeit in jeder Faser der Demo gemerkt und das macht wirklich Laune.

Das könnte schiefgehen: «Kingdom Come: Deliverance» ist mit einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne 2014 nach mehreren Verschiebungen schon mehr als fünf Jahre in Entwicklung. Das ist meist kein gutes Zeichen.

Ni no Kuni II: Revenant Kingdom
(Level-5/Bandai Namco)

Release: 19. Januar 2018 für PS4, PC
Genre: Ghibli-eskes JRPG mit Taktik-Zusatz
Für Fans von: «Valkyria Chronicles», «Fire Emblem»-Reihe, «Tales»-Reihe

Darum geht’s: Zum actionlastigen JRPG-Gameplay des 2013er Erstlings (kam daheim in Japan schon 2011 raus) kommt neu ein Echtzeit-Taktik-Modus dazu, bei dem Sie feindliche Basen erobern und dabei das aus «Fire Emblem» bekannte Waffendreieck anwenden: Schwert schlägt Axt schlägt Lanze schlägt Schwert. Der Grund: Weil sie in «Ni no Kuni II» nicht nur für Ihre Party, sondern Ihr eigenes Königreich verantwortlich sind, haben Sie Schlachten zu schlagen und Untertanen zu befehligen.

Das funktioniert: Wir haben vor allem den Taktik-Zusatz ausprobiert. Er ist simpel zu erlernen und sieht wie der Rest des Spiels superknuffig aus – Ex-Studio-Ghibli-Designer Yoshiyuki Momose sei Dank.

Das könnte schiefgehen: Der Ausbau des eigenen Königreichs und die Taktik-Scharmützel könnten zu sehr vom Rollenspiel-Kern ablenken; bei «Fire Emblem: Fates» war das ein bisschen der Fall.

Ace Combat 7: Skies Unknown
(Bandai Namco)

Release: 2018 für PS4, X1, PC
Genre: «Top Gun» in echt
Für Fans von: den Reihen «Tom Clancy’s H.A.W.X.» und «IL-2 Sturmovik»

Darum geht’s: Sie sind Pilot eines Kampfjets. Sie schiessen andere Kampfjets vom Himmel. Das war’s eigentlich schon. Wobei: Neu fordert Sie nicht nur der Gegner, sondern auch das dynamische Wettersystem heraus. Wolken machen das Verfolgen schwierig, dienen aber auch der Tarnung, Regen erschwert die Sicht und lässt Ihren Jäger gefrieren, wenn Sie nicht aufpassen.

Das funktioniert: Besagtes Wettersystem – es sieht zudem beeindruckend aus. Exklusiv für PlayStation 4 kommt übrigens der VR-Modus, der die Steuerung nicht nur auf natürliche Weise vereinfacht, sondern relativ überraschend auch kaum Bewegungskrankheit nach sich zieht.

Das könnte schiefgehen: Nach wie vor fliegen Sie einfach auf erfasste Feinde zu, hauen Raketen raus, bis diese treffen und gehen zum nächsten Flieger über – das kann rasch langweilig werden.

Sea Of Thieves
(Rare/Microsoft)

Release: Erste Hälfte 2018 für X1, PC
Genre: First-Person-Multiplayer-Piraterie
Für Fans von: «Don’t Starve Together», «Payday»- und «Left 4 Dead»-Reihe

Darum geht’s: Schatzsuchen, entern, plündern, kanonenschiessen, Shantys spielen – online und in der Gruppe. Denn: So ein Piratenschiff segelt sich nicht von alleine; einer steuert, einer setzt die Segel, einer schaut, dass möglichst wenige Felsen gerammt werden und einer hat die Seekarte im Griff. Und wenn die Schatzkiste gehoben ist, trägt ein Holzbein sie zurück zum Kutter und die anderen Hakenhände beschützen den Kollegen mit ihrem Leben.

Das funktioniert: Das Miteinander. Jedes Teammitglied sucht sich eine Rolle, rätselt bei Schatzsuchen mit und trägt zum diebischen Erfolg bei.

Das könnte schiefgehen: Wie immer bei kooperativen Titeln steht und fällt alles mit dem Matchmaking; wer ein gutes Team beisammenhat oder zugeteilt bekommt, hat viel Spass – wer mit lauter Eigenbrötlern zusammengewürfelt wird, loggt sich schnell wieder aus.

Middle-earth: Shadow Of War
(Monolith/Warner Bros.)

Release: 10. Oktober 2017 für PS4, X1, PC
Genre: Ork-Jagdsimulator
Für Fans von: den «Assassin’s Creed»- und «Batman: Arkham»-Reihen, «Mad Max»

Darum geht’s: Die Protagonisten liessen Worten Taten folgen: Wie am Ende von «Shadow Of Mordor» angekündigt, haben Krieger Talion und Elbengeist Celebrimbor einen neuen Ring der Macht geschmiedet, mit dem sie die Völker Mittelerdes – Orks und Trolle inklusive – um sich scharen und dem wiedererstarkten Sauron endgültig den Garaus machen wollen.

Das funktioniert: Das Nemesis-System ist zurück. Orks und Trolle, gegen die Sie ins Feld ziehen, werden zu Erzfeinden, die Sie durchs ganze Land jagen. Und weil Sie diesmal viel mehr Verbündete um sich scharen können, stehen neu Armee-gegen-Armee-Schlachten und abwechslungsreiche Missionstypen wie Belagerungen und Geisel-Befreiungen an.

Das könnte schiefgehen: Grösser ist nicht immer besser; wenn zu viele Elemente in den Gameplay-Topf geworfen werden, kann dies die Spass-Suppe versalzen. Unser kurzes Hands-on liess dahingehend noch keine Schlüsse zu.

Call Of Cthulhu
(Cyanide/Focus)

Release: Ende 2017 für PS4, X1, PC
Genre: RPG-Adventure-Horror
Für Fans von: «Adventures Of Sherlock Holmes»-Reihe, «Vampire: The Masquerade», «Eternal Darkness»

Darum geht’s: Auf der – völlig unverdächtig betitelten – Insel Darkwater wird eine ganze Familie ausgelöscht und Privatschnüffler Edward Pierce untersucht den Fall. In dieser Umsetzung des auf den Geschichten von H. P. Lovecraft basierenden Pen-&-Paper-Rollenspiels hängt alles von der Ausbaustufe Ihrer Fähigkeiten ab: Eine 75-Prozent-Chance, ein Schloss zu knacken, lässt immer noch Raum für ein 25-prozentiges Scheitern.

Das funktioniert: Nach jedem Gespräch, nach jedem Kampf und nach jeder anderen Tätigkeit, die den Einsatz einer Ihrer Fertigkeiten erfordert, wird automatisch gespeichert. Neu laden und nochmals versuchen ist also nicht. Laut Entwickler geht die Story auch bei misslungenen Aktionen immer weiter – einfach vielleicht «auf Kosten der geistigen Gesundheit oder eines möglichen Verbündeten».

Das könnte schiefgehen: Weil es sich um eine Pen-&-Paper-Umsetzung handelt, wird Ihr Vorankommen von Wahrscheinlichkeit und Würfelglück bestimmt – in einem Kampf nicht selbst handeln zu können, geht auf Dauer vielleicht auf den Sack.

Detroit: Become Human
(Quantic Dreams/Sony)

Release: 2018 für PS4
Genre: Interaktiver Thriller
Für Fans von: «Heavy Rain»-Reihe, «Until Dawn», «Life Is Strange»

Darum geht’s: In gerade mal 20 Jahren verrichten praktisch komplett menschlich aussehende Androiden die Jobs, für die wir uns dann zu fein sein werden. Die Folge: 40 Prozent Arbeitslosigkeit in der titelgebenden Stadt Detroit und eine packende Geschichte um drei Androiden (dargestellt – wie von Quantic Dream gewohnt – von bekannten Hollywood-Gesichtern, darunter Jesse Williams), die entweder für die Menschheit kämpfen oder sich gegen sie auflehnen.

Das funktioniert: Handlungsorte können inspiziert und mögliche Aktionen simuliert werden, bevor Sie sich entscheiden; denn Entscheidungen sind in diesem Spiel alles. Alleine die Eröffnungssequenz, die wir probieren durften, habe etwa acht verschiedene Ausgänge – danach verzweigt sich die Handlung nur noch weiter.

Das könnte schiefgehen: Wie von Quantic Dream gewohnt («Heavy Rain», «Beyond: Two Souls»), schauen Sie mehr zu und drücken angezeigte Knöpfe, statt wirklich aktiv zu werden. Es bleibt abzuwarten, wie viel Spiel «Detroit» wirklich sein wird.

Assassin’s Creed Origins
(Ubisoft Montreal/Ubisoft)

Release: 27. Oktober 2017 für PS4, X1, PC
Genre: Open-World-Meuchelei
Für Fans von: den anderen 150 «Assassin’s Creed»-Spielen

Darum geht’s: Als sogenannter Medjay sind Sie Beschützer des kleinen Mannes im alten Ägypten, wo das ewige Hickhack zwischen Assassinen («Freiheit ist gut!») und Templern («Kontrolle ist besser!») seinen Anfang nimmt.

Das funktioniert: Erstmals in der Reihe beschränkt sich das Kampfsystem nicht mehr aufs rechtzeitige Drücken des Konter-Buttons, sondern ist (in seinen Grundzügen) vergleichbar mit «Dark Souls», was Scharmützel schwieriger, abwechslungsreicher und spannender macht. Plus: Das alte Ägypten ist ein schön unverbrauchtes Setting.

Das könnte schiefgehen: Wie bei den meisten (Ubisoft-)Open-World-Spielen bestimmen die Nebenaufgaben die Qualität massgeblich mit. Wenn wie gehabt einfach Symbole auf der In-Game-Map abgegrast und dabei repetitive Dinge erledigt werden müssen, hat das «Assassin’s Creed»-lose Jahr zwischen «Syndicate» und «Origins» nicht viel gebracht.

Far Cry 5
(Ubisoft Montreal/Ubisoft)

Release: 27. Februar 2018 für PS4, X1, PC
Genre: Redneck-Schiessbude
Für Fans von: «Far Cry 3» und «4» sowie der «Just Cause»-Reihe

Darum geht’s: Im amerikanischen Hinterland betreibt ein radikaler Priester einen Militärkult. Sie sollen den Typen verhaften – und stolpern dabei in ein ziemlich grosses Open-World-Ego-Shooter-Abenteuer.

Das funktioniert: Wir haben das Demo-Gebiet mehrere Male von mehreren verschiedenen Seiten angegriffen und es lief jedes Mal anders ab. Und das Buddy-System aus «Far Cry 2» feiert ein Quasi-Comeback – unser Hündchen hat zuverlässig Bösewichte angegriffen und war nicht nachtragend, als wir es versehentlich mal mit Schrotkugeln drapiert haben.

Das könnte schiefgehen: In der Demo gab’s ein paar Bugs – aber bis zum Release bleibt ja noch ein halbes Jahr. Ansonsten scheint alles auf einen weiteren Erfolg hinzudeuten; der frischen Umgebung in den USA sei (ebenfalls) Dank.

The Crew 2
(Ivory Tower/Ubisoft)

Release: 16. März 2018 für PS4, X1, PC
Genre: Online-Spritztour
Für Fans von: «Forza Horizon 3», «Burnout Paradise», «Grand Theft Auto V»

Darum geht’s: Die Ausgangslage ist dieselbe wie bei Teil eins: Die ganze USA (respektive eine Game-Abbildung davon, die man laut Entwickler je nach Fahrzeug in etwa 45 Minuten durchqueren kann) ist Ihre Rennstrecke; Sie absolvieren mit (und gegen) anderen Spielern Wettbewerbe und Aufgaben, sammeln Erfahrungspunkte und bauen Ihre Fertigkeiten aus.

Das funktioniert: Neu fahren Sie nicht nur auf vier, sondern auch auf zwei Rädern und segeln per Flugzeug durch die Luft und brettern via Boot über die Wellen. Der Wechsel erfolgt auf Knopfdruck und ist zwar sehr arcade-ig, liefert aber auch viele neue Gameplay-Möglichkeiten.

Das könnte schiefgehen: Arcade-Fans ist das Verhalten der Boliden vielleicht nicht abgedreht und spassig genug, Simulationsfans rümpfen ob der simplen Steuerung die Nase. Wer kompromissbereit ist, bekommt allerdings eine grosse Online-Spielwiese serviert.

Metroid: Samus Returns
(MercurySteam/Nintendo)

Release: 15. September 2017 für 3DS
Genre: Remake eines übergangenen Klassikers
Für Fans von: «Ori And The Blind Forest», «Axiom Verge», «Shadow Complex»

Darum geht’s: Hö? Gab’s den Titel nicht schon mal? Fast: 1991 kam «Metroid II: Return Of Samus» für den Game Boy raus; «Samus Returns» ist ein komplettes Remake davon – samt neuen Abschnitten und Elementen.

Das funktioniert: Trotz 2D-Gameplay ist die Optik in 3D gehalten und verblüfft mit einem grossartigen Tiefeneffekt – vor allem bei eingeschaltetem 3D-Regler. Neu kontert Samus Angriffe, wenn Sie kurz vor einem Treffer X drücken; das frischt den Spielablauf merklich auf.

Das könnte schiefgehen: Mit einer Spielzeit von rund fünf Stunden war das Original arg kurz. Wäre ganz schön schade, wenn das opulente Remake auch so schnell durch ist.



Kommende RCKSTR Events & Partys

Dave Hause
03.10.2017 | Dynamo, Zürich
Queens of the Stone Age
06.11.2017 | Samsung Hall, Dübendorf
Swiss Live Talents
17.11.2017 | Dachstock, Rössli Bar, Frauenraum, ISC, Bee Flat, Club Bonsoir (Bern)

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