13.03.2018
Rubrik Games

Pixeltrip in die 80er mit «Crossing Souls»


Mehr 80’s-Vibes geht nicht: Von der Ästhetik über den Soundtrack, bis zur Story mit ihren geradezu absurd skurrilen Comic-Bösewichten lebt und atmet «Crossing Souls» die Essenz der Popkultur des Schulterpolster-Jahrzehnts. Aber kann das Gameplay bei so viel Nostalgie-Porn mithalten?

Spoiler-Alert: Es kann, wenn auch nur zum Teil. Aber dazu weiter unten mehr. Kalifornien im Sommer 1986; der blauhaarige Chris und seine Freunde leben in der Kleinstadt Tujanga. Die Truppe könnte direkt aus einem Spielberg-Skript stammen: Es gibt Chris, den entschlossenen Anführer, Matt der Klischee-Nerd mit kreisrunder Brille, ein sensibles Schwergewicht namens Joe, ein toughes Mädel mit Tomboy-Qualitäten und Chris ‘s kleiner Bruder, der primär einfach nervt. So auch an diesem Tag, als er Chris und seine Freunde nötigt, ihm in den Wald zu folgen, wo er eine Entdeckung gemacht haben will. Die Entdeckt stellt sich als Leiche heraus, die einen mysteriösen Stein in ihren toten Finger hält. Anschliessend überschlagen sich die Ereignisse: Beim Stein handelt es sich um ein Artefakt, dass – richtig genutzt – Zutritt in die Welt der Toten gewährt. Dessen vorheriger Besitzer war ein komplett durchgeknallter Militär-General mit einem Aggressions-Problem und natürlich hätte er den Stein gerne zurück.

The Legend Of The Goonies
«Crossing Souls» orientiert sich beim Gameplay subtil am 16-Bit Zelda «A Link To The Past». In isometrischer Perspektive erkundet ihr die linearen Levels, wo ihr per Schultertaste zwischen euren fünf Charakteren hin- und her wechselt, um mit deren Fähigkeiten Hindernisse zu überwinden und Rätsel zu lösen. Matt kann etwa mittels Düsen-Sneakers gleiten, der starke Joe verschiebt Gegenstände und Tomboy-Charlie benutzt ihr Sprungseile um weite Abgründe zu überwinden. Häufig verlangen Rätsel den Einsatz aller Fähigkeiten. An die Tiefe und Genialität des berühmten Vorbilds kommen die Knacknüsse aber nicht heran. Unterhaltsamer sind da die abwechslungsreichen, aber viel zu seltenen Bosskämpfe oder die Geschicklichkeits-Minigames, wo beispielsweise auf dem Fahrrad vor der Polizei geflüchtet werden muss.

Who you gonna call?
Das Adventure-Game spielt sich solide, lässt aber schnell durchblicken, dass das Setting der eigentliche Star ist. «Crossing Souls» ist ein Füllhorn an Referenzen und popkulturellen Seitenhieben. «Back To The Future», «Ghostbusters» und ein noch schwarzer Michael Jackson sind nur drei der zahlreichen 80’s-Ikonen die parodiert werden. Es steckt viel Humor und Herz in dem Spiel, wer dafür empfänglich ist übersieht die Mankos im Gameplay und hat gute zehn Stunden lang seinen Spass.

Wertung:

Ab jetzt für PS4, PC, PS Vita, Linux und Mac OS verfügbar.



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