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Phoenix

Was heute zum populären Alternativ-Sound gehört kann Phoenix schon lange: Vor 20 Jahren haben sie mit Electro-Pop ihre Karriere ins Rollen gebracht und haben mit dem neuen Album «Ti Amo» von neuem in die richtige Spur eingegleist. Auf ihrer neuen Platte geben sie mit manchmal schrillen Tönen, oft nostalgischen Beatles-Grooves und träumerischen Melodien erneut preis, dass ihre Musik nicht nur einen eigenen Charakter hat sondern auch zeitlos ist. Die Refrains, die oft auf Italienisch oder Französisch gesungen werden, strahlen eine klingen nach Meer und Sonnenschein und bringen kulturellen Aufschwung in ihre Songs. Im Oktober startet die Phoenix-Tour in den USA und Südamerika, dann geht’s ab nach Europa. Am Mittwoch, 21. März 2018 treten sie im Volkshaus in Zürich auf. (gin)

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Elrow Zurich – Sambodromo do Brasil
28.04.2018 X-TRA, Zürich

Die Party des Jahres vom Spanischen Label «Elrow» findet am 28. April im X-TRA unter dem Motto «Sambodromo do Brasil» statt! Tauchen Sie in das musikalische Spektakel ein, lassen Sie sich von einzigartigen Electro-Klängen verschlingen und tanzen Sie bis ins Morgengrauen. Sichern Sie sich jetzt schon Tickets, denn wer weiss, wann Sie einzigartige Show wieder erleben werden. Tickets gibt's hier.

27.04.2017
Rubrik Games

«Sniper: Ghost Warrior 3» – Taktik-Shooter mit Ladehemmungen


Manchmal steckt hinter einem generischen Titel ein Geniestreich von einem Videogame – «Spec Ops: The Line» war so ein Fall. «Sniper: Ghost Warrior 3» spielt sich hingegen genauso durchschnittlich, wie sein Titel klingt.

Den bisherigen «Sniper: Ghost Warrior»-Titeln kreideten sowohl Fachpresse als auch Fans den zu hohen Grad an Linearität an – zu Recht; denn in einer Scharfschützen-Simulation sollte der Spieler möglichst viele Freiheiten haben, um seine nichtsahnenden Ziele auszuknipsen. Darum kommt der dritte Teil der Taktik-Shooter-Reihe nun mit einer offenen Spielwelt daher – blöd nur, dass die Entwickler von CI Games nicht wissen, wie man üppige und stimmige Open-World-Umgebungen zimmert.

Vor dem Scharfschiessen sollte erst mal die Lage gesondert werden. Die praktische Drohne hilft dabei. (Video: RCKSTR Mag.)

Das fängt schon bei der Optik an. Zwar reicht die Farbpalette selten über «Variationen von Matsch» hinaus, mit zugekniffenen Augen und als Ganzes betrachtet wirkt die Umgebung jedoch ganz okay. Aber sobald Sie näher rangehen oder auf Details fokussieren, wird’s heikel. «Sniper: Ghost Warrior 3» nutzt die CryEngine, sieht aber schlechter aus als das zehn Jahre alte (und zugegeben immer noch sehr knackige) «Crysis». Und trotzdem dauert es im Schnitt zwischen vier und fünf Minuten (!), um das Spiel nach dem Start oder Wechsel in ein anderes Gebiet zu laden. Immerhin: Die Wartezeiten beim Schnellreisen und Checkpoint-Laden fallen danach relativ moderat aus.

Fehler à gogo
«Mass Effect: Andromeda» hat erst letzten Monat gezeigt, dass selbst prestigeträchtige Tüftlerstuben wie BioWare offene Spielwelten nicht mal eben so aus dem Ärmel schütteln. CI Games strauchelt sogar noch heftiger: Die Open World des neuen «Sniper» erfüllt keinen anderen Zweck, als die Spieldauer zu verlängern. In Ihrem Buggy, der sich anhört und -fühlt wie ein Einkaufswagen auf Pflasterstein, brettern Sie zum nächsten Einsatz, wirklich Spannendes gibt’s sonst nicht zu tun. Nebenmissionen und Ressourcen für Ausrüstungs-Upgrades abseits des Wegesrandes bietet der Titel schon, nur fehlen dabei die Geschichten, die beispielsweise jede Mini-Quest in «The Witcher 3» zum Erlebnis gemacht haben.

Wenn die Entfernung zum Ziel stimmt und Sie einen Volltreffer landen, wird die Bullet-Cam ausgelöst. Und von irgendwo nickt Max Payne zustimmend rüber. (Video: RCKSTR Mag.)

Beim Testen auf der PlayStation 4 Pro ist das Game mehrmals eingefroren. Dazu kommen Clipping- und eine Menge weitere Fehler – immer wieder wurden manipulierbare Objekte nicht korrekt angezeigt und hervorgehoben, einmal konnten wir deswegen ein Missionsziel nicht erfüllen und mussten das letzte Autosave laden. Ebenfalls unschön: Manuell speichern ist nicht drin, wenn Sie also ein offenes Gebiet mühsam und heimlich von Gegnern gesäubert haben, vom letzten aber überrascht und ins Nirwana geballert werden, machen Sie eben alles nochmals. Bei «Metal Gear Solid V» war das auch so, dafür waren dort die Stealth-Elemente sowie das Gameplay generell auf Hochglanz poliert statt bloss solide.

Snipen à gogo
Auch die Shooter-Mechaniken fallen arg hölzern aus. Wenn Maschinengewehr-Scharmützel mal nötig werden, fühlen sich diese alles andere als rund an. Das Snipen hingegen bekommt «Sniper» wunderbar hin. Ausspähen, Zielfernrohr einstellen, Wind berücksichtigen, Luft anhalten – und dann in einer Zeitlupen-Kamerafahrt à la «Max Payne» die Reise der Kugel aus Ihrem Lauf mitten ins Auge Ihres Zieles geniessen; davon werden Sie kaum genug kriegen und bekommen während der abwechslungsreichen Hauptmissionen angenehm oft die Möglichkeit dazu. Störend sind da nur die Story-Zwischensequenzen auf «Berlin – Tag & Nacht»-Niveau mit Akteuren, die so platt sind, dass es selbst Steven Seagal die Schamesröte ins ledrige Gesicht treiben würde.

Wenn’s mal nicht anders geht oder der Missionsverlauf es so vorsieht, muss eben geballert statt geschlichen werden. Die Steuerung dabei ist, sagen wir: ausbaufähig. (Video: RCKSTR Mag.)

Mit all seinen Mäkeln und Mängeln sowie der überholten Präsentation fühlt sich «Sniper: Ghost Warrior 3» wie ein typischer Budget-Shooter an. Und darum wird der schale Nachgeschmack, den er hinterlässt, noch intensiver; denn das Game wird zunächst als Vollpreisprodukt angeboten. In ein paar Monaten könnte der Verkaufspreis ja möglicherweise der Spielqualität angepasst werden, falls Sie sich bis dahin gedulden mögen.

► jetzt für PS4, X1, PC

Wertung:

Ressourcen liegen überall rum und für erledigte Aufgaben gibt’s Stutz. Beides investieren Sie im üppigen Ausrüstungs- und Herstellungs-Menü in besseres Equipment. (Video: RCKSTR Mag.)



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28.04.2018

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