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Steel Panther

Zu enge Leggings, zu viel Haarspray, Songtexte, gegen denen die von Mötley Crüe, Guns’n’Roses und Konsorten so harmlos wie Kinderlieder klingen und einem Lidschatten der besser sitzt als der deiner Mutter – das sind die Markenzeichen von Steel Panther. Jahrelang galt die Band bestehend aus Michael Starr (Gesang), Satchel (Gitarre), Lexxi Foxx (Bass) und Stix Zadinia (Schlagzeug) als best-gehütetes Geheimnis der Rockszene. Sie verdienten sich Ihre Sporen mit wöchentlichen Shows in Hollywood und Las Vegas ab und wechselten dabei ihren Bandnamen ungefähr so oft wie ihre Frauen. Die Gelegenheit, sich von Steel Panther für eine Nacht in die 80er Hollywood Glam Metal Szene zu versetzen gibt es am Freitag, 9. Februar 2018 im Volkshaus Zürich, wenn sie im Rahmen ihrer gleichnamigen Tour auch die Schweiz durchqueren. Dann heisst es wieder Leggings montieren und Brüste nicht zu fest einpacken! Tickets gibt's hier.

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Phoenix

Was heute zum populären Alternativ-Sound gehört kann Phoenix schon lange: Vor 20 Jahren haben sie mit Electro-Pop ihre Karriere ins Rollen gebracht und haben mit dem neuen Album «Ti Amo» von neuem in die richtige Spur eingegleist. Auf ihrer neuen Platte geben sie mit manchmal schrillen Tönen, oft nostalgischen Beatles-Grooves und träumerischen Melodien erneut preis, dass ihre Musik nicht nur einen eigenen Charakter hat sondern auch zeitlos ist. Die Refrains, die oft auf Italienisch oder Französisch gesungen werden, strahlen eine klingen nach Meer und Sonnenschein und bringen kulturellen Aufschwung in ihre Songs. Im Oktober startet die Phoenix-Tour in den USA und Südamerika, dann geht’s ab nach Europa. Am Mittwoch, 21. März 2018 treten sie im Volkshaus in Zürich auf. (gin)

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Elrow Zurich – Sambodromo do Brasil
28.04.2018 X-TRA, Zürich

Die Party des Jahres vom Spanischen Label «Elrow» findet am 28. April im X-TRA unter dem Motto «Sambodromo do Brasil» statt! Tauchen Sie in das musikalische Spektakel ein, lassen Sie sich von einzigartigen Electro-Klängen verschlingen und tanzen Sie bis ins Morgengrauen. Sichern Sie sich jetzt schon Tickets, denn wer weiss, wann Sie einzigartige Show wieder erleben werden. Tickets gibt's hier.

27.07.2017
Rubrik Games

Zehn Jahre gereift: «Final Fantasy XII: The Zodiac Age»


Aufpoliertes Action-RPG: Remasters stinken nach Geldmacherei. Aber wenn eine generalüberholte Rollenspiel-Grosstat so viele sinnvolle Neuerungen mit sich bringt wie «Final Fantasy XII: The Zodiac Age», können wir das Geld gar nicht so schnell aus dem Bancomaten ziehen, wie wir es auf die Ladentheke blättern wollen.

Der Verfasser dieses Reviews hat die PS2-Perle «Final Fantasy XII» damals durchgespielt, kurz bevor er sein Praktikum beim RCKSTR Mag. (täglicher Piccolo noch vor dem Morgenkaffee inklusive) begonnen hat. Das erklärt wohl, warum er praktisch die komplette Story des Rollenspiels vergessen hat, sich darum über die High-Definition-Auffrischung freut und dem neuen Zodiac-Job-System applaudiert; denn dieses krempelt das Abenteuer gehörig um.

Wir kämpfen uns durch einen der früheren Dungeons des Rollenspiels. (Video: RCKSTR Mag.)

Anpassungen
Wobei: Neu ist es eigentlich nicht. Rund ein Jahr nach dem originalen Japan-Release veröffentlichte Square Enix im Sommer 2007 die aufgemotzte «International Zodiac Job System»-Fassung von «Final Fantasy XII» – allerdings nur daheim im Land der aufgehenden Sonne. Das «The Zodiac Age»-Remaster für PS4 basiert auf dieser Version und macht uns Abendländern die Änderungen erstmals zugänglich, ohne dass wir unser Sackgeld für überteuerte Japan-Importe aus dem Fenster schmeissen müssen.

Damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen, folgen nun ein paar Fakten, bei denen selbst «Magic»-Turnierspieler «Alter, was für Nerds» murmeln würden. Ihre sechs Figuren lernen nicht mehr alle dieselben Fähigkeiten, sondern Sie weisen jeder einen (und später noch einen weiteren) Job wie White Mage, Monk oder Archer zu. Die Folge: Sie entwickeln Ihre Kämpfer individuell und zu Spezialisten. Ausserdem ist die (von vielen «Final Fantasy»-Titeln gewohnte) HP- und Schaden-Obergrenze von 9’999 aufgehoben. Gast-Figuren und die Esper genannten, beschwörbaren Über-Wesen sind nun direkt steuerbar – und letztere ordentlich mächtiger. Dazu gibt’s mehr Waffen und Gegenstände zu finden sowie einige herausfordernde Spielmodi freizuschalten.

So sehen die aufpolierten Zwischensequenzen aus. (Video: RCKSTR Mag.)

Automatismen
Und so ziemlich das Wichtigste: der Speed-Button. Ein Druck auf L1 beschleunigt das Spielgeschehen auf die doppelte Geschwindigkeit; in den Optionen ist sogar vierfacher Speed verfügbar, aber das empfiehlt sich nur, wenn Sie über Jedi-Reflexe verfügen. Das Grinding wird dadurch ungemein weniger ermüdend und nach wenigen Minuten werden Sie sich fragen, wie das Original-Spiel überhaupt so furchtbar langsam sein konnte.

Das Echtzeit-Gameplay von «Final Fantasy XII» lieferte damals die Blaupause für die autonom agierenden Figuren im letztjährigen Teil «XV»: Praktisch jede mögliche Aktion lässt sich mit einem simplen, rapide wachsenden Repertoire von Wenn-Dann-Befehlen abdecken. Wenn Ihr White Mage beispielsweise bemerkt, dass die HP eines Mitstreiters unter 30% fallen, stärkt er dessen Abwehr automatisch mit einem Schutzzauber. Mit den richtigen Befehlen programmiert, wird Ihre Truppe zum gut geölten Killerkommando, dem Sie eigentlich nur noch bei der Arbeit zuschauen müssen – umso essenzieller ist der Speed-Button.

Dank Speed-Button dauert das wichtige Grinding nur noch halb so lange. Oder einen Viertel so lange, wenn der entsprechende Hebel im Optionen-Menü umgelegt wird. Aber dafür sind unsere Augen nicht schnell genug. (Video: RCKSTR Mag.)

Altlasten
Das PS4-Remaster kommt mit aufpolierter und vor allem schärferer Optik sowie Widescreen-Format daher. Der märchenhafte Soundtrack wurde neu eingespielt – schade, dass die Gesprächspassagen ausserhalb von Zwischensequenzen nicht auch noch vertont wurden; die Sprecher machen ihren Job schliesslich gut und der Speicher der PlayStation 4 hätte locker ausgereicht. Auch, um die kurzen, aber häufigen Ladezeiten zwischen den meist kleinen Gebieten auszumerzen. Immerhin: Neu wird beim Betreten jedes Areals automatisch gespeichert, was wirklich nützlich ist, wenn Sie neu laden müssen, weil sie in einem Shop versehentlich Ihr bestes Schwert weggegeben haben. Dass immer noch jedes Item einzeln ge- oder verkauft werden muss, ist allerdings unnötige Schikane. Und dass keine Meldung erscheint, wenn von einem Beute-Gegenstand die maximale Anzahl von 99 Stück erreicht wurde, nervt. Genauso das nach wie vor fehlende Quest-Log.

Dass es doch schon zehn Jahre alt ist, merkt man «Final Fantasy XII» trotz HD-Aufguss an und perfekt ist es auch in der neuen «The Zodiac Age»-Fassung nicht. Aber es ist die beste «FFXII»-Version überhaupt und bietet selbst Kennern genug Frisches für einen erneuten Ritt.

► jetzt für PS4
Wertung:



Kommende RCKSTR Events & Partys

Steel Panther
09.02.2018
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21.03.2018
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28.04.2018

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