Yet No Yokai – Junge Band, alte Freunde


Erst vor kurzem ist die dreiköpfige Luzerner Band Yet No Yokai auf der Bildfläche erschienen. Seit dem haben sie schon einiges auf die Beine gestellt. Wir haben mit dem Sänger Thomas Seidmann geplaudert. Am Freitag kannst du die drei Jungs übrigens live im Gonzo als Einstimmung auf die H.S. Thompson Indie-Party erleben.


Was hat es mit eurem Bandnamen auf sich?
Daran Schuld ist vor allem mein Interesse an der japanischen Mythologie. (Anm. der Redaktion: Yokai bedeutet frei übersetzt Monster, also heisst die Band auf Deutsch «Noch keine Monster».) Wir haben einfach gedacht es klingt gut.

Wie habt ihr euch als Band gefunden?
Wir kennen uns schon seit der Schulzeit und machen nun bereits seit ungefähr zehn Jahren zusammen Musik. Wir haben zunächst viele verschiedene Musikrichtungen ausprobiert und uns nun im Psych Rock und Krautrock gefunden.

Wer schreibt und komponiert die Songs?
Unsere Songs entstehen durch Jam Sessions – wenn jemanden eine Idee hat, ein Gitarrenriff oder Rhythmus, entwickelt sich ein Ablauf. Auf dieser Basis schreiben wir dann den Text zusammen. Wir wollen momentan auch mehr in Richtung deutsche Texte gehen. Man hat einfach einen grösseren Wortschatz und kann dadurch viel poetischer und kreativer sein.

Woher nehmt ihr die Inspirationen für eure Musik?
Von den unterschiedlichsten Sachen. King Gizzard and the Lizard Wizards «Nonagon Infinity» war beispielsweise eine grosse Inspiration für unsere EP «Post Apocalyptic Promenade, Pt. 2». Ich lasse mich gerade auch von Anime aus den 80ern inspirieren.

Worum geht es in euren Songs?
Ein roter Faden ist uns in unserer Musik wichtig. Wir thematisieren vor allem fiktive, apokalyptische Szenen; das Leben nach dem Weltuntergang, Protagonisten und deren Kampf ums Überleben, Übernatürliches etc. Unsere Songs sollen eher düstere Geschichten sein.

Wie bringt ihr die Band und euer Privatleben unter einen Hut?
Wir führen momentan alle ein ausgeglichenes Leben. Ich habe kürzlich mein Pensum reduziert, um mich mehr der Musik zu widmen, aber wir brauchen natürlich alle einen Daytime Job als Sicherheit.

Gab es schon mal grössere Auseinandersetzungen?
Nicht wirklich. Wir sind alle gemütliche Menschen und wie eine Familie.

Weshalb habt ihr so kurz nach eurer EP «Post Apocalyptic Promenade, Pt. 2» (Dezember 2018) die Single «Fahrenheit» (April 2019) veröffentlicht?
«Fahrenheit» wäre ursprünglich auf der EP drauf gewesen. Wir waren lange unsicher, ob wir den Song veröffentlichen wollen. Nachdem wir später deutsche Lyrics für den Song geschrieben haben, war klar, dass wir den Song nachträglich als Single veröffentlichen. Die EP haben wir übrigens in kompletter Eigenregie inkl. Artwork produziert und veröffentlicht. Wir wollen das auch so beibehalten. So können wir unserer Kreativität freien Lauf lassen.

Was habt ihr in Zukunft vor? Wann kommt eure nächstes EP, oder ein Album?
Jetzt möchten wir so viele Shows wie möglich spielen. Eine neue EP ist bereits in Planung – die meisten Songs stehen schon.

Was kannst du schon darüber verraten?
Es wird stark in die gleiche Richtung gehen. Der grösste Teil oder alles wird auf deutsch sein.

Freut ihr euch auf den Gig am Freitag?
Wir freuen uns sehr und sind bereit!

Diesen Freitag steigt endlich wieder die Indie-Nacht H.S. Thompson im Gonzo. Aber vorher werden dir Yet No Yokai erst mal richtig einheizen und dich in die richtige Stimmung versetzen. Gewinne hier Tickets für den fabulösen Abend. In der Facebook-Veranstaltung findest du alle weiteren Infos.