6 Fragen und Antworten zur anstehenden Area 51 Invasion


Weil 5 plus 1 ergibt 6 ... oh mein Gooooott, sind wir etwa Teil der Verschwörung!?


Okay, was..!? Worum geht es hier?
Area 51 ist eine Militärbasis in der Wüste Nevadas, deren Existenz erst im Jahr 2013 durch das CIA bestätigt wurde. Bereits seit den 1950ern kursieren jedoch Gerüchte, dass dort geheime Kampfflugobjekte getestet oder gar abgestürzte UFOs und Aliens versteckt gehalten würden. Um das Rätsel endgültig zu lösen, kreierte Facebook-User Matty Robertson im Juni scherzhaft den Event «Storm Area 51, They Can‘t Stop All of Us» und rief zur grossangelegten Invasion des streng bewachten Areals auf. Als Datum wurde der 20. September ausgewählt, seither haben über 2 Millionen Menschen ihre Teilnahme bestätigt. Der – zeitweise angeblich durch Facebook wieder gelöschte – Event löste einen einzigartigen Hype aus, der unter anderem zahlreiche Memes, einen Remix-Track von Lil Nas X sowie ein Musikfestival in der Nähe der Anlage hervorbrachte. Selbst Mulder und Scully (auch bekannt unter ihren Hollywood-Decknamen David Duchovny und Gillian Anderson) kündigten an, ihren «Akte X»-Pflichten nachzukommen und die Lage vor Ort auszuchecken <geheimnisvolle Pfeifmelodie>.

Zwei Millionen Alien-Gläubige stürmen ein militärisches Sperrgebiet? Gei-el! Was soll schon schiefgehen?
Inzwischen sah sich die US Air Force gezwungen, ein offizielles Statement zum Vorhaben abzugeben. Darin warnte Sprecherin Laura McAndrews eindringlich davor, das Hochsicherheitsgelände betreten zu wollen – die Luftwaffe sei bereit, Amerika und seine Anlagen zu verteidigen. Dementsprechend feiern zahlreiche Online-Beiträge das Vorhaben als epische Millennial-Selbstmordmission – bisschen wie «300», nur mit weniger Sixpacks und mehr Sechserpack Bier.

Pfff, einen besseren Abgang könnte ich mir nicht vorstellen. Wie komme ich also dorthin?
Ähm, na ja. Wir verlieren nur ungern Leserinnen und Leser durch US-militärisches Sperrfeuer (nicht schon wieder!), aber es gibt wöchentliche Direktflüge von Zürich nach Las Vegas. Von dort geht es weiter mit dem Mietauto: Erst die Interstate 15, anschliessend auf den US Highway 93 und schliesslich über den Nevada State Highway 375 nach Rachel, dem nächstgelegenen Ort von Area 51 (ungefähre Fahrtdauer: 2,5 bis 3 Stunden). Ab dort ist es ein kurzer Fussweg, bis dich entweder die tödlichen Skorpione und Schlangen in der Wüste oder der Kugelhagel von Wachleuten erwischt haben.

Ich bin bereit für die Wahrheit und/oder eine gute Instagram-Story zu sterben. Was sollte ich für den Trip mitbringen?
Genügend Wasser, robustes Schuhwerk und gute Laune.

Angenommen, mir gelingt es wider aller Erwartungen, ein Alien aus der Gefangenschaft des amerikanischen Militärs zu befreien: Wie sollte ich weiter vorgehen?
Hmm. Am besten kontaktierst du Simonetta Di Pippo, sie ist als Direktorin vom Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (UNOOSA) wahrscheinlich für den Kontakt zu Ausserirdischen zuständig. Sollte sie nicht zu erreichen sein, meldest du dich beim Fernsehsender 3+ und schlägst eine neue Reality-Serie mit dir und deinem neuen Alien-WG-Mitbewohner vor. Wir verlangen 20% der Werbeeinnahmen!

Falls es mir am 20. September dann doch spontan zu warm und tödlich wäre: Gibt es vielleicht eine Alternative in der Nähe, um mit extraterrestrischem Leben in Kontakt zu kommen?
Wir hätten da tatsächlich einen intergalaktischen Geheimtipp und dieser liegt sehr idyllisch an der französischen Westküste. Dort beschloss nämlich im Jahr 1976 die Verwaltung der Ortschaft Arès während eines sehr betrunkenen Stadtfest den Aufbau eines offiziellen UFO-Parkplatzes. Mit einer Hinweistafel und einem inzwischen ebenfalls installierten Modell-Raumschiff erwartet die Gemeinde seither die Ankunft möglicher Weltall-Reisender. Bislang hat sich scheinbar noch nichts getan, aber es soll dort auch gute Restaurants mit frischem Sea Food geben. Ist daher so oder so eine Reise wert.

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