9 Käffer, 9 Pizzas – die besten Pizzerias der Schweiz


Sprichwörter sind für alte Menschen und einfältige Influencer, die selber nichts zu sagen haben («Carpe Diem – Pflücke de-» DEINE MUTTER PLÜCKT DEN TAG, AMÉLIE. NIEMAND WILL DEINEN SCHEISS HÖREN!). Wenn jemand aber sagt «Selbst schlechte Pizza ist immer noch Pizza» drücken wir ein Auge zu, weil halt eben selbst die trockene Buittoni Backofen-Pizza noch immer Pizza ist und damit per se ziemlich geil. Richtig geil sind aber vor allem gute Pizzas und die sind bei dem Überangebot nicht immer leicht zu finden. Das RCKSTR Mag. – die anerkannte Fachzeitschrift für italienische Kulinarik verrät auch daher, in welchen neun Läden die leckersten Pizzas der Deutschschweiz aufgetischt werden.


SO Pizza (Bild)

Langstrasse 20, 8004 Zürich

Wie viel Stutz braucht’s?
Mittags CHF 19.- und Abends CHF 29.-

Wie war’s?
«Wie viel war’s?», wäre hier eigentlich die angebrachte Frage, denn bei SO gibt’s Pizza à discrétion. Selber bestellen ist aber nicht; das freundliche Personal schwenkt in unregelmässigen Abständen mit verschiedenen Pizzen am Tisch vorbei. Wer auf den Belag steht greift zu, alle andere warte die nächste Runde ab. Neue Kreationen lassen sich so verlustfrei ausprobieren und satt wird man allemal. Darüber hinaus wird gratis Salat aufgetischt. Ach und lecker sind die Pizzas ebenfalls. (rez)

Wertung: [Sterne7]

 


Ristorante Pizzeria Da Luigi

Schartenstrasse 61, 5430 Wettingen

Wieviel Stutz braucht’s?
ab CHF 15.50

Wie war’s?
Irgendwie ein wenig schäbig, aber trotzdem verdammt charmant wirkt das Lokal – das wohl wegen dem überaus freundlichen, fast ausschliesslich italienisch sprechenden Personal, dem die Italianità quasi durch die Adern fliesst. Kein Wunder also sind die Pizzen im «Da Luigi» nicht nur riesig, sondern haben die fast perfekte Teigkonsistenz (wunderbar dünn mit knusprigem Rand) und sind mit Zutaten belegt, die wirken als wären sie direkt aus Italien geliefert und sofort auf die Pizza gelegt worden – ein Traum für jeden Pizza-Fan! (kss)

Wertung: [Sterne9]

 


Pizzeria La Caverna

Graben 14, 5000 Aarau

Wieviel Stutz braucht’s?
Ab CHF 35.- für den halben Meter, den ganzen gibt’s ab CHF 60.-

Wie war’s?
Hier gibt’s Pizza sind nicht traditionell rund, sondern am Meter (oder am halben Meter). Dieser kann mit bis zu vier verschiedenen Belägen bestückt werden, damit auch jeder am Tisch auf seinen Geschmack kommt – der Place-to-be für Pizza-Esser, die auch gerne mal vom Sitznachbarn ein Stück probieren also; denn die rechteckige Pizza wird in der Mitte des Tisches serviert, dass auch ja jeder zugreifen kann. Und die Pizza? Das Beste: der Teig. Ein unglaublich knuspriger, dicker Rand trifft auf ein fast schon labbriges Mittelstück, das den Überschuss an Käse (geil!) aufgesaugt hat. (kss)

Wertung: [Sterne7]

 


Ristorante Margherita

Steinenvorstadt 60, 4051 Basel

Wieviel Stutz braucht’s?
ab CHF 18.-

Wie war’s?
Wer keine Lust auf die gewöhnliche Tonno, Napoli oder Margherita hat, darf hier seine Pizza selbst zusammenstellen. So weit, so toll – bis man einen Blick auf die danebenstehenden Preise wirft, denn die können je nach Belag schnell in die Höhe schiessen. Doch als wir dann in die grosszügige Pizza beissen konnten, war der Preis schon wieder etwas vergessen. Der dünne Boden, knusprige Rand und die gut gehäufte Portion Belag ergeben eine wirklich geile, hausgemachte Pizza, die den Magen füllt und keine Wünsche offenlässt. (gin)

Wertung: [Sterne8]

 

Pizzeria la Piccola

Wie viel Stutzt braucht’s?
ab CHF 8.50

Burggraben 25, 9000 St. Gallen

Wie war’s?Man bekommt fast schon ein schlechte Gewissen, wenn man für eine durchschnittlich grosse Pizza gerade mal ein Zehner-Nötli über den Tresen schieben muss. Das gute Angebot wissen auch die Schüler aus der Umgebung zu schätzen, die den Laden über Mittag stürmen, womit sich im la Piccola eher ein Take-Away anbietet. Auch wenn bei dem Preis jegliche Kritik sehr dreist ist, hätten wir uns doch gewünscht, dass der Teig etwas knuspriger gewesen wäre. Das wär’s dann aber auch. Die Pizzas kommen frisch aus dem Ofen, Belag gibt’s reichlich und das Personal bleibt trotz Mittagsstress stets freundlich. (rez)

Wertung: [Sterne7]

 


Pizzeria Il ponte del sole

Berntorstrasse 6, 4500 Solothurn

Wie viel Stutz braucht’s?
ab CH 16, die (immer noch recht grosse) kleinere Variante ab CH 14.-

Wie war’s?
Es mag zwar ein bisschen wie in der Kantine eines Altersheims aussehen, aber spätestens wenn das Essen auf dem Tisch steht, interessiert das niemanden mehr. Mit satten 45cm im Durchmesser kommen die Pizzas hier eher einem Wagenrad gleich. Auch beim Belag geht man in Solothurn die Extra-Meile, zum Beispiel mit dem wunderbar würzigen Parmaschinken (+CHF 4.-). Darüber hinaus sind die Pizzas herrlich flach und sehen aus, wie frisch vom Lebensmittel-Shooting. (rez)

Wertung: [Sterne8]

 


Pizzeria da Nino

Belpstrasse 65, 3007 Bern

Wie viel Stutz braucht’s?
ab CHF 15.50

Wie war’s?
Allzu hübsch ist das zweckmässig eingerichtete Restaurant/Take-Away nicht wirklich, was wohl wer Grund dafür war, dass der Laden lange ein Geheimtipp war. Heute scheint sich über den Mittag oftmals halb Bern im da Nino zu verköstigen und das zurecht. Die Holzofen-Pizzas sind geschmacklich und optisch top, der Belag grosszügig und wer mit dem rustikalen Charme nicht klar kommt, kann im nahgelegenen Monbijoupark futtern. (rez)

Wertung: [Sterne8]

 


Pizzaway

in Schlieren ZH oder Mägenwil AG

Wie viel Stutz braucht’s?
Ab CHF 16.-

Wie war’s?
Sehr liebevoll. «That’s Amore» ist das Kredo des Familienbetriebs mit Ursprung aus dem aargauischen Mägenwil und Wurzeln in Italien. Die Liebe steckt in den sorgfältig ausgesuchten Zutaten, dem aufgestellten Service und den hausgemachten Desserts. Allem voran dem tollen Tiramisu mit dem cremigsten Mascarpone ever. Der Pizza-Teig ist wunderbar luftig und trotzdem unglaublich dünn – Abzüge gibt es jedoch für die Sugo, da hätten wir uns mehr Würze gewünscht. (zeter)

Wertung: [Sterne6]

 


Napulé

Kirchgasse 59, 8706 Meilen

Wie viel Stutz braucht’s?
ab CHF 23.50

Wie war’s?
Wenn du im Napulé spontan esse willst, musst du schon verdammt viel Glückspunkte auf dem Konto haben. Hier gilt nicht aus Arroganz, sondern durch Nachfrage eine Reservationspflicht! Auf dem Konto solltest du dann auch gleich das nötige Kleingeld vorweisen können. Denn wenn du beim «mehrfach ausgezeichneten Pizzaiolo Weltmeister» persönlich in den Pizzahimmel aufsteigen willst, bezahlst du für eine «Prosciutto e funghi» ab CHF 27.50. Und ja, sie ist jeden Rappen wert. (sam)

Wertung: [Sterne9]