Hans Methods Bio-Bikinis – Damit die Umwelt nicht baden geht


Die Zukunft ist nachhaltig und bequem – auch in der Badi oder am Strand: Wir haben mit Izzy Büker über ihr Bio-Bikini-Label Hans Method geredet. Die Designerin mit Schweizer Wurzeln lebt und entwirft in Barcelona nachhaltige Schwimmmode. Wir finden: Die Idee dahinter hat Potential und wird hoffentlich zur Norm.


Izzy, wie kamst du auf die Idee, Bio-Bikinis zu entwerfen und produzieren?
Ich hatte schon immer ein sehr spezifisches Interesse an Schwimmmode. Zu der Zeit als ich mein Modedesign Studium abschloss, gab es noch nicht viele Badelabel, die originell, modern und bequem waren. Es war normalerweise das eine oder das andere. Da hatte ich die erste Idee, Schwimmmode für Frauen zu entwerfen, die modisch und gleichzeitig praktisch ist. Mein Interesse für nachhaltige Schwimmmode entstand, als ich mich mit der Produktion für Textilien zu beschäftigen begann. Ich realisierte, wie schädlich die meisten Mode-Produktionen für den Planeten und Menschen sind. Also habe ich mich dazu entschieden, Teil einer nachhaltigen Lösung zu werden, indem ich modische und faire Bademode entwerfe und produziere.

Wo produzierst du deine Kollektion?
Alle meine Kollektionen werden unter fairen Arbeitsbedingungen und nachhaltig in einem Vorort von Barcelona produziert.

Was für ein Material wird dabei verwendet?
Das Material für die letzte Kollektion war zertifiziertes Oeko-Tex, das nahe bei Barcelona produziert wird, um den Transport zu minimalisieren zwischen textiler Produktion, Druck und Fertigung. Die nachhaltigste Mode ist diejenige, die man mehrere Saisons tragen kann. Das Material spielt dabei eine wichtige Rolle. Deswegen versuche ich immer, die neusten Öko-Textilien zu wählen.

Abgesehen von der Produktionsweise, was macht deine Badeanzüge so einzigartig?
Hans Method Bikinis sind charakteristisch für ihre zeitlosen Schnitte. Und sie sind entworfen, um sie in einem «Mix & Match»-System zu kombinieren.

Speziell für Schwimmsachen scheint der Name deines Labels ziemlich aussergewöhnlich. Was hat es damit auf sich?
Ich habe das Label nach meinem Vater benannt. Er hiess Hans und war ein sehr unkonventioneller Mann in seiner Art, Dinge anzupacken. Es hat mich als Kind manchmal verrückt gemacht, aber auch zu dem, wer ich heute bin. Er hat mich gelehrt, die Norm zu hinterfragen und nicht alles so zu machen, wie es jeder macht. Hans Method steht also dafür, Dinge anders zu machen, zu hinterfragen, wie Kleidung produziert wird und einen neuen Weg zu finden.

Schon jetzt haben wir jeden Sommer die Qual der Wahl; warum brauchen wir noch mehr Bademode auf dem Markt?
Ich glaube, wir brauchen mehr nachhaltige und ethisch produzierte Schwimmmode auf dem Markt. Wir müssen den Konsumenten mehr Möglichkeiten und Alternativen aufzeigen, und dass wir eine Verantwortung gegenüber unserem Planeten tragen. Hoffentlich werden wir eines Tages unsere Kleidung nicht mehr als nachhaltig deklarieren müssen, weil es keine andere mehr gibt.

Ist schon eine nächste Kollektion in Planung?
Die nächste Kollektion ist in Bearbeitung. Wir sind gerade an einem Prototypen mit neuen Materialien und Schnitten und planen, diese im März 2020 auf den Markt zu bringen.

Die ganze Kollektion von Hans Method ist hier erhältlich.

Bloody out – Zeit, diese Trends an den Nagel zu hängen

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Diesen Artikel kannst du ab sofort in voller grafischer Pracht in unserer Online-Ausgabe des Printmagazins lesen.