Mein Sommer 2016: Nicolo Fabris


Während wir im Büro schwitzen und an Heften feilen oder an den Festivals für Sie schuften, um Ihnen den besten RCKSTR-Block aller Zeiten zu bieten, gibt es Menschen, die im Sommer sogar was anderes erleben als Sonnenbrand am Rücken und durchgeschwitzte Drehsessel. Wir haben mit diesen wunderlichen Personen geredet und uns erklären lassen, was denn dieser «Sommer» eigentlich ist.


Nicolo Fabris, 30, ist Journalist und DJ und kommt aus Parma.

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Wie war dein Sommer bisher so?
Sehr heiss. Allerdings ist damit nur die Temperatur gemeint, weil ich vor allem viel gearbeitet habe. Ich war aber einige Tage in Paris, um die Routine mal abzulegen.

Was hast du noch nicht gemacht, willst du aber unbedingt noch unterbringen?
Einen ganzen Tag am Strand verbringen, ohne Telefon oder Laptop. Mit geschlossenen Augen. Zusammengefasst: Entspannen.

Was hast du in diesem Sommer gefunden und was hast du verloren?
Wiedergefunden habe ich Früchte. Ich weiss, das klingt jetzt komisch. Aber ich war nie ein Fan von Äpfel, Wassermelonen, Birnen und so Zeug. Bei dieser schwülen Hitze in Italien bleibt einem aber fast nichts anderes übrig, als sich von Früchten zu ernähren. Das hält man ja sonst nicht aus. Verloren hab ich ein Jahr meines Lebens. Letzten Sommer war ich noch jünger.

Wo verbringst du deine Ferien am Liebsten?
Ich liebe den Strand nicht, aber dort bin ich eher als in den Bergen. Ich will einfach nur Zeit ohne Stress, Deadlines und Verpflichtungen verbringen. Merkt man schon, dass ich dringend entspannen muss?

Wie holt man das meiste aus dem Sommer raus, wenn man die ganze Zeit arbeiten muss?
Es ist unmöglich. Manchmal gehe ich in die Badi in meiner Stadt, aber das ist einfach nicht das gleiche. Und ich muss es jetzt einfach zugeben: Wenn ich die Strandfotos meiner Freunde sehe, werde ich schon neidisch.

Was ist dein Geheimtipp fernab der Touri-Fallen?
Llanca, eine kleine Stadt an der spanischen Costa Brava. Es ist sehr ruhig dort, aber das Meer ist wundervoll und die Stadt ist sehr entspannt und toll.

Wo würdest du nie mehr hin reisen?
Das ist jetzt schwer zu sagen, weil ich über die Region spreche, in der ich geboren bin. Aber die Veneto-Küste in Italien. Das Meer dort ist richtig dreckig. Tut mir leid, aber dort find ich’s nicht schön.

Was ist dein Sommersong 2016?
Diesen Sommer höre ich vor allem viele der alten Alben. Das könnte daran liegen, dass ich jetzt 30 Jahre alt bin und panisch werde. Ich hole also nochmal meine Jugend nach und höre viel Ska, Punk, Hardcore. Von den Italienern Derozer oder Shandon bis hin zu den Amerikanern wie Less Than Jake, Reel Big Fish oder Madcaddies.

Sideboob oder Underboob?
Underboob. Ohne Zweifel.

Aus dieser Reihe bereits erschienen:
Mein Sommer 2016: Kim Schärer