The Complete Schwitztory of Fitness – Von «Atlas, Charles» bis «Zumba? Wäh!»


Seit der Mensch denken kann, denkt er sich «Ist mein Arsch zu dick?». Seither ersinnt er immer wieder neue Methoden, um mit seinem Körper den Göttern, der Gesellschaft oder #GlutesGoals zu gefallen. Doch manchmal verläuft sich der Mensch bei seinem Streben nach Schönheit, Gesundheit, Zufriedenheit oder sonstigen -Heiten und landet bei Shit Shows wie dem Shake Weight. Nachdem wir bereits die komplette Musik-, Film- und Gaming-History (die komplette!) abgehandelt haben, werfen wir in dieser Ausgabe einen Blick auf 4‘000 Jahre Fitnessgeschichte. Jede Station wurde zudem von Michèle Bianchi analysiert, die nicht nur das Redaktionsmitglied mit den meisten Yoga-Pants im Schrank ist, sondern auch als Personal Trainerin jobbt. Anhand davon kannst du entscheiden, welche Methode für dich geeignet ist, um damit einen Winter lang durchzupumpen und 2020 als Perfect 10 zu starten.


von Michèle Bianchi & Michael Rechsteiner

Die Antike: Nackte Kerle auf Vasen und so

In frühster Zeit stählt man seinen Körper meist deshalb, um ihn in den Dienst eines starken Heers zu stellen. Und wer den spartianischen Softporno «300» gesehen hat, weiss: Diese Kerle sind F-I-T. Der bekannteste Muskelprotz jener Zeit ist Milon von Kroton und sein Coach ist, no shit, Pythagoras. Dieser macht nicht nur bis heute unseren Geometrieunterricht zum Albtraum, sondern entwickelt auch einen strikten Ernährungs- und Trainingsplan, der genaue Belastungs- und Ruhezeiten vorschreibt (Superkompensation). Milon stemmt ausserdem Kälber auf seinen Schultern und erhöht dabei automatisch stetig das Gewicht, bis er – der Legende nach – einen ausgewachsenen Stier heben kann.

Pro: Genaue Pläne sind für genaue Ergebnisse wärmstens zu empfehlen. Supersets!

Con: Im Zeitalter des Veganismus kann man im Fall auch die armen Kälber in Ruhe lassen und normale Freihanteln benutzen.

«Swole is the goal, size is the prize.» – Herakles

Das Mittelalter: Fegefeuer statt Bizepsbrennen

Alle Belange des Fleisches sind im streng religiösen Europa des Mittelalters tabu. Die Menschen halten sich deshalb überwiegend durch Kreuzzüge, Überarbeitung auf Feldern, Hungersnöte und die Pest schlank.

Pro: Die Menschen sind schlank (ausser die verfressenen Priester).

Con: Pest, Priester, Überarbeitung … Übertraining ist übrigens sehr gefährlich für die Gesundheit, die Figur und die Psyche. Nur Cons.

«… und führe uns nicht in das Gym, sondern erlöse uns von dem Übergewicht.»

Friedrich Ludwig Jahn: Enter the Turnvater
Er gilt als Begründer des schulischen Geräteturnens, dabei formiert Friedrich Ludwig Jahn zunächst eine Art Turn-Guerilla mit dem Ziel, die französischen Besatzer aus Preussen zu vertreiben. Tatsächlich ziehen Napoleons Männer irgendwann Leine, doch der neuen Führung kommt Jahns paramilitärische Burschenschaft bald dermassen verdächtig vor, dass sie von 1820 bis 1842 ein Turnverbot im gesamten deutschen Staatenbund aussprechen. Für alle Reck-Hasser wie uns die besten Zeiten ever! Der Leitspruch «Frisch, fromm, fröhlich, frei» geht auf Jahn zurück – sowie ein paar nicht so frisch-fröhliche Äusserungen über die, ähem, «Ausländerei».

Pro: Hmm. Bewegung. Ist das einzige Pro hier.

Con: Instrumentalisierung der Fitness und des Geräteturnens für Militärische sowie politische Zwecke.

Wegen diesem Depp müssen wir in der Schule ein Seil hochklettern

Charles Atlas: Aufruf zur Violence on the Beach

Die USA während der Great Depression: Überall im Land sorgt die schlimmste Wirtschaftskrise in der Geschichte für knurrende Mägen und trübe Gedanken. Doch dann tritt eine Lichtgestalt in Leoparden-Tanga hervor mit dem Versprechen, all diese Hungerhaken in eine Generation von Proto-Hulk-Hogans zu formen. Ihr Name? Charles fucking Atlas. Der Italo-Amerikaner gilt als das Coca-Cola des Bodybuildings. Mit der Vermarktung seines Krafttrainings setzt Atlas neue Massstäbe: Per ganzseitigen Inseraten werben Atlas und sein Geschäftspartner Frederick Tilney in Comic-Büchern für ihr «Dynamic Tension»-Programm, einer Reihe einfacher Übungen mit dem eigenen Körperwiderstand. Die Werbebotschaft bleibt dabei stets die gleiche: «Hey du Lusche! Wird deine Freundin häufig am Strand von fremden Mackern angemacht? Dank meinem Training wirst du diese Drecksspatzen im Nu verdreschen.» Charles Atlas: Ein Mann mit der Schultermuskulatur eines Rennpferds und den Eiern eines Creative Directors nach fünf Linien Kokain.

Pro: Dynamic Tension und Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sind auch heute noch sehr aktuell und es ist zudem förderlich, die Typen am Strand loszuwerden, wenn man seine Liebste behalten will.

Con: Rawrrr … Charles Atlas. Die Cons finden wohl nur Luschen.

Hula-Hoop: Reifenwechsel

1948 gründen Richard Kerr und Arthur Melin die Firma Wham-O. Ihr erstes Produkt: eine Schleuder, mit der sich Fleisch für die Falkenjagd in den Himmel schiessen lässt – etwas gar ein Nischenprodukt. Mit dem Frisbee landet das Duo knapp zehn Jahre später seinen ersten Verkaufsschlager. Dem folgt der Hula-Hoop. Bereits die alten Ägypter kannten den Reifen als Spiel- und Trainingsgerät, doch erst die beiden Geschäftsmänner sichern sich den Namen als Trademark, gehen mit einer Plastikversion in Massenproduktion und sorgen gegen Ende der 1950er Jahre für einen kurzzeitigen Medienhype. Als spassiges Workout hält sich der Hüftschwungkringel jedoch bis heute.

Pro: Spiel, Spass, Hüftschwung, Figurfreundlich.

Con: Plastik à Gogo!

Jazzercise: The Golden Girls‘ Favorite

Womöglich um all der freien Liebe entgegenzuwirken, entwickelt 1969 die Tanzlehrerin Judi Sheppard Missett das unsexieste Workout der Menschheitsgeschichte: [dramatic hand gestures] Jazzercise! Zu einem Soundtrack aus the greatest mittelmässige hits of Adult Contemporary schwingt man dabei den Torso nach rechts und links, die Hüften nach vorne und hinten und sieht dabei die ganze Zeit so tragisch aus wie eine aufgekratzte Pensionärin, die nach dem Tod ihres Mannes zum ersten Mal alleine die Wohnung putzt. 

Pro: Ideales Flexibilitätstraining für ältere Damen, Bewegung und Tanz sind gut für die Psyche.

Con: Braucht viel Koordination und sieht auch nicht sehr ansprechend aus, meistens.

Fit mit Jack: Olympisches Frühturnen

Meanwhile in der Schweiz: Ein Mann, der aussieht wie a) ein Mafia-Enforcer in einem Martin-Scorsese-Film b) ein Heiratsschwindler auf einer Ü60-Kreuzfahrt c) dein von dir enttäuschter Grossvater wird zum «Vorturner der Nation». 1952 gewann Jack Günthard bei den Olympischen Spielen von Helsinki die Goldmedaille am Reck. Etwas mehr als 20 Jahre später weckt er mit seiner Frühsport-Sendung auf Radio Beromünster die müden Knochen von Bözigen bis Scharans, schreibt das Buch «Fit mit Jack Günthard» und hüpft im Schweizer Fernsehen für seine Sendung «Fit mit Jack» entweder im TV-Studio auf und ab oder dringt in fremde Wohnungen ein, um dort unbescholtene Familien in Strassenkleidung zu Kniebeugen zu nötigen.

Pro: Ein Mann, der was für die Nation tut! Und endlich haben die armen Schweizer Hausfrauen ohne Stimmrecht immerhin ein Druckmittel.

Con: Ich sehe kein Con bei Jack, nichts. Nicht einmal Training in Strassenkleidung.

Pumping Iron: Hulk vs. Terminator

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts begeisterte Eugen Sandow mit seinem Eightpack das Publikum und gilt als Urgestein der wie aus wie Marmor gemeisselten Körperlandschaften. 1977 erscheint jedoch mit «Pumping Iron» ein Dokumentarfilm, der einer noch viel grösseren Öffentlichkeit das Thema Bodybuilding vor die staunenden Augen führt. Die knapp 90 Minuten geben einen spannenden Einblick in die schweissgetränkte Szene, wie sie sich auf die «Mr. Universe» und «Mr. Olympia» Wettbewerbe vorbereitet. Allen voran: Lou Ferrigno (später bekannt als «Der unglaubliche Hulk» im TV) und Arnold Schwarzengger (später bekannt als der schwangere Dr. Hesse in «Junior»). Als Kulisse dient insbesondere das legendäre Gold‘s Gym und die Freiluft-Pumpstation Muscle Beach im kalifornischen Venice – seither absolutes Mucki-Mekka (Mukka?) für alle Trizeps- und Hotpants-Nostalgiker.

Pro: Muscle Beach ist wirklich einen Besuch wert und auch sehr vergnüglich anzusehen.

Con: Bodybuilding ist in der Extremform ungesund, es werden Unmengen tierisches Protein verzehrt und es gibt unappetitliche Unfälle.

VHS Aerobics: Spandex Shangri-La

Nicht nur die Pornoindustrie profitiert während den 1980ern dank dem Siegeszug der Heimvideogeräte davon, dass man nun nicht mehr die eigenen vier Wände verlassen muss, um Menschen beim Stöhnen und Stossen anzuschauen. Endlich kann man dank zahlreichen Instruktionstapes jetzt auch auf dem heimischen Stubenteppich unbeholfen nach den eigenen Zehen greifen und ist dabei nicht mehr länger im Schaufenster eines Einkaufszentrums ausgestellt. Zwei Namen werden dabei zum Synonym für die Press-Play-Aerobics-Culture: Schauspielerin Jane Fonda, die einige Jahre zuvor den Vietnamkrieg beendet hatte und sich jetzt als Stulpen-Barbarella neu erfindet, sowie Richard Simmons, ein Mann mit den Haaren von Bob Ross und dem Gemüt einer Sesamstrasse auf Poppers.

Pro: Alles was fit und spitz hält, ist nie schlecht.

Con: Der Stubenteppich wird noch unappetitlicher …

Tae Bo: Die Todeskralle macht Bizepscurls

Als Kind wollte Billy Blanks werden wie Bruce Lee. Schliesslich entscheidet sich der Amerikaner aber doch dagegen, sich im gelben Jogginganzug durch Klöster zu prügeln und wird stattdessen zu einer Art Schwarzgurt im Mixed Martial Aerobics: Aus Elementen von Taekwondo, Karate und Kickboxen entwickelt Blanks ein temporeiches Training, bei dem die Luft verprügelt und dabei Gleichgewicht, Ausdauer, Körperform und Flexibilität verbessert werden. Seine Videos und DVDs bewirbt Double-B mit einem Dauerfeuer von Infomercials, die noch immer jede Person auswendig aufsagen kann, die Ende der 1990er am Wochenende nachts besoffen den Fernseher angemacht hat.

Pro: Mischung aus Ausdauer, Körperform und Flexibilität ist immer gut.

Con: Nervfaktor!

«Und mit diesem Kniestoss haltet ihr den Kuchenverkäufer davon ab, euch noch mehr Kalorien anzudrehen. Tae Bo, fuck yeah!»

Total Gym 2000: Chuck Norris schafft Fakten

Womöglich wäre der Total Gym 2000 (später 3000) nur eines von vielen unförmigen Fitnessheimgeräten, die nach dreimal Benutzen seit über zwanzig Jahren in der Ecke Staub ansetzen (Bodyshape Bauchtrainer, Iron Gym Speed Abs und Proteus Kraftstation sagen «Heeeyyy …»). Doch Total Gym ist anders. Total Gym hat Chuck «By God!» Norris als offizielle Spokesperson. Gemeinsam mit Model und Schauspielerin Christie Brinkley bewirbt der Walker, Texas Roundhouse Kicker in scheinbar nie endenden Werbespots die vielseitig einsetzbare Trainingsbank, deren gleitende Unterlage ein Allround-Programm von Klimmzügen bis Crunches ermöglicht.

Pro: Chuck Norris.

Con: … hm?

Kann mit wenigen Handgriffen zur Panzerfaust umgebaut werden

Pilates: Das Kriegsgefangenschaftsyoga

Pilates ist die Arial-Fonts zu Yogas Papyrus-Schriftart: Beide Methoden sind ruhige, sich auf den Atem konzentrierende Bewegungsabläufe, doch kommt eine davon mit weniger «Ommm …» und Räucherstäbchen aus. Joseph Hubertus Pilates entwickelt das Programm während seiner Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg mit der Absicht, verwundeten Soldaten wieder auf die Beine zu helfen. Anschliessend siedelt JHP in die USA über, wo sich vorwiegend Balletttänzerinnen für das speziell den Becken- und Taillenbereich ansprechende Training interessieren. Doch erst in den 1990er Jahren feiern Pilates-Klassen in den Gyms ihren weltweiten Siegeszug und sind aus keiner Frauenzeitschrift mehr wegzudenken.

Pro: Nur Pros. Noch immer die aktuellste, einflussreichste, effektivste Fitnessidee aller Zeiten. Auch Iron-Man-Athleten betreiben Pilates.

Con: Nix. Ausser das anhaltende Image, es sei höchstens etwas für Frauen nach der Schwangerschaft.

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Zumba: Caliente ohne Alkohol? Ugh!

Das Gerücht, Zumba sei eine Erfindung von schlechten Grafikern, um ihre miserablen Dienste in die Produktion scheusslicher Werbeflyer zu stellen, können wir hier weder abschliessend bestätigen noch aus der Welt schaffen. Die offizielle Version lautet, dass Zumba vom Choreographen Alberto Pérez aus der kolumbianischen Metropole Cali stammt. Ja, die gleiche Stadt, deren Drogenkartell zeitweise 80% des weltweiten Kokainhandels kontrollierte. Welche der beiden Exporte mehr Elend ausgelöst hat, auch darüber streiten sich Fachleute. Der Siegeszug von Zumba beginnt mit dem 21. Jahrhundert, das Intervall-Workout verbindet einfache Tanzschritte mit Aerobic und [heavy sigh] feurigen Latino-Klängen.

Pro: Spass verbunden mit Fettkillerworkout.

Con: Sieht halt etwas scheisse aus.

Shake Weight: … Fleshlight, anyone!?

«Pfff, wir bieten den selben Service seit Jahren für gratis an!», denkt sich die Geschäftsleitung von Xhamster.com, als der Shake Weight nach seinem Debüt im Jahr 2009 innert kürzester Zeit viral geht und sogar in einer «South Park»-Folge verewigt wird: Die elektronische Kurzhantel wird in beide Hände genommen, durch das Oszillieren des Geräts sollen dabei Arme, Schultern und Oberkörper trainiert werden. Eine Million Handjob-Witze später kommt eine amerikanische Verbraucherorganisation zum Schluss: Eh, nützt nicht wirklich was.

Pro: Kann als guten Willen gezählt werden, etwas zu ändern.

Con: Es bleibt beim guten Willen. Da macht wohl selbst Hand anlegen fitter.

Schon gut, Emma-Stone-Fans, wir warten hier so lange, bis ihr das GIF dazu gegooglet habt

Spin Class: Total abgedreht

Als hätte die Tour de France eine Etappe «Illegaler Fabrik-Rave»: Dunkle Räume, zuckendes Neonlicht, pumpende Beats, schweisstropfende Körper und ganz vorne eine hibbelige Frontsau zum Einpeitschen; was als beschauliches Gruppenradeln begann, ist inzwischen vielerorts zu einem psychedelischen Krampfwaden-Trip geworden. Bis zu 1‘000 Kalorien können während einer Intensiv-Session verbrutzelt werden, einige davon finden gar in IMAX-Kinos und Wasserpools statt. Da verwundert es nicht, dass die meisten Teilnehmenden davon erzählen, als hätten sie einen Armdrück-Contest bei Burning Man gewonnen.

Pro: Sehr effektiv, kann sehr viel Spass machen, wie Disco halt. Ist auch noch immer sehr beliebt.

Con: Nur etwas für schon sehr fitte, herzstarke Menschen.

Foltermethode oder alternative Energiequelle?

Power Plate: Bzzzzzzzzz …

Amy Winehouse, Madonna und Patty Bosers West Highland White Terrier Balou vibrierten bereits auf einer Power Plate. Zwei dieser Promis weilen mittlerweile leider nicht mehr unter uns, was wir jetzt aber nicht auf das surrende Tableau schieben wollen. Ursprünglich für russische Kosmonauten entwickelt, verspricht das Lifestyle-Utensil seit circa zehn Jahren einen geschmeidigen Knackkörper – bei einem täglichen Training von gerade mal 15 Minuten, die man auf der vibrierenden Power Plate verbringen muss, idealerweise ergänzt durch sehr softe Bewegungsabläufe. Klingt natürlich geradezu verdächtig einfach, doch wann hat Janine Kunze uns schon mal nicht die Wahrheit gesagt.

Pro: Gut zur Ergänzung, bei richtiger Benützung effektiv.

Con: Lädt zur Faulheit ein.

Rest in Peace, Balou

CrossFit: Cindy macht dich fertig

Alle bisherigen Fitnessmethoden haben einen Makel: Sie sind nicht offizieller Teil vom Trainingsprogramm der Königlichen Leibgarde Dänemarks – und diese Kerle laufen zum Spass barfuss durch Lego. Doch nicht nur die Bodyguards von Margrethe II. haben CrossFit fix auf dem Terminplan: MMA-Kämpfer und Bankangestellte im mittleren Kader mit gerahmtem Motivationsposter an der Bürowand schwören inzwischen ebenso auf dieses besonderes intensive Intervalltraining. Im Fokus steht die Optimierung von zehn Bereichen (u.a. Kraftausdauer, Flexibilität, Balance), die durch Trainingsabläufe mit Namen wie «Karen», «Cindy» oder «Helen» erreicht werden sollen und Liegestütze, Klimmzüge, Standhochsprung oder Battle Rope Swings umfassen. Unsere Herzfrequenz steigt nur schon beim Aufschreiben.

Pro: Ein Allroung-Workout, was immer zu empfehlen ist.

Con: Hohe Verletzungsgefahr, die Übungen sind zum Teil nur mit richtiger Ausführung unbedenklich.

Möbelrücken … TO THE EXTREME!

Icaros: Verleiht Flügel [Diese Headline wurde von Red Bull GmbH beanstandet]

Ob man seinem einer Flugmaschine nachempfundenen Trainingsequipement den Namen einer Figur aus der griechischen Mythologie geben soll, die zu nahe an der Sonne flog und dabei ins Meer stürzte und ertrank? Keine Ahnung, wir werden nicht für das Marketing von Icaros bezahlt. 2015 lancierte ein Münchner Start-up diese «Virtual Reality Fitness Experience», die wie ein Requisit aus einer «Black Mirror»-Episode aussieht. Während man per VR-Brille über die Alpen schwebt, soll durch ständige Körperverlagerung ein Core- und Balance-Training erreicht werden. Die wichtigste Frage lautet aber: Wann erscheint darauf der erste «Superman»-Simulator!?

Pro: Der VR-Traum geht in Erfüllung! Fliegen und gleichzeitig Fett verbrennen!

Con: Null. Doch: Suchtfaktor. Eventuell verbringt man seine Tage nur noch zuhause mit Icaros.

Amerikas Dronenkrieg läuft endgültig aus dem Ruder

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