Album-Review: Knöppel – Faszination Glied


Hardcore Aufklärung


Auch das zweite Album von Knöppel ist deftiger als die Olma-Degustationshalle after midnight. Aber nicht falsch verstehen: Es macht Spass, die Texte von «Hass, Hass, Hass» oder «I tenk bim Wichse a‘s Wichse» nach dem (mindestens) dritten Bier lauthals mit zu grölen. Doch die Stärke des Trios – und Frontmann Midis Solo-Lauf als Jack Stoiker – lag ja schon immer auch darin, uns die Alltagssorgen pointiert aus dem Herz zu sprechen, äh, singen, äh, brüllen. Und das ist mit diesem verschwitzten Bündel voller Anti-Senf-Punkrock und windschiefer Balladen erneut gelungen.

4/5 Sterne Für Fans von Schützengarten, Sittertobel, Sigmund Freud

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