Das RCKSTR-Corona-Freundebuch mit Annick Bosson


Unsere Interview-Reihe zum Lockdown.


Annick Bosson (*1992), BA Kunst & Vermittlung in Luzern, arbeitet als freischaffende Künstlerin in Luzern. In ihrem Atelier vertieft sie sich hauptsächlich in den Bereichen Druckgrafik, Skulptur, Keramik und Collage. Als Co-Leiterin der «Voyeure Luzern» besucht sie zu Nicht-Corona-Zeiten jeden Donnerstag ein Bühnenstück im Raum Luzern. Hier kannst du dir anschauen, was sie macht.

RCKSTR-Magazin: Mit wem verbringst du den Lockdown?
Annick: Mit meiner WG und meinem Freund (und seinem Mitbewohner).

Was hast du letzte Nacht geträumt?
Momentan träume ich sehr viel und stark durcheinander. Irgendwas mit Kleider nähen, alten Schulfreunden und Humus im Kühlschrank.

Was ist in deinem Kühlschrank?
Leider kein Humus.

Für wen würdest du die Lockdown Regeln brechen?
La Familia.

Wann warst du das letzte Mal draussen?
Ich fahre fast täglich mit dem Velo ins Atelier. Oder sonst überquere ich die Strasse, um zu meinem Freund zu gehen.

Was ist dein Go-To Lockdown-Outfit?
Keine Trainerhosen! Ich will gerade nicht noch mehr die Kontrolle über mein Leben verlieren…

Was hörst du zur Zeit auf Repeat?
Ich entdecke momentan viel Neues, vor allem Podcasts. Und Princess Nokia.

Mit wem telefonierst du am meisten?
Mit meiner besten Freundin, die seit einem Jahr in München lebt. Obwohl Corona nicht das Gespräch dominieren soll, ist es doch sehr spannend sich über das Vorgehen der Länder und das Verhalten ihrer Bewohner auszutauschen.

Was machst du jetzt in deiner Freizeit?
Ich verbringe nun noch mehr Zeit in meinem Atelier und entwickle neue Projekte. Leider funktioniert Kreativität auf Knopfdruck auch zu Corona-Zeiten nicht besser… Deshalb habe ich die letzten Wochen viel getöpfert. Da muss ich mir «nur» Gedanken um technische Vorgänge machen, als um Inhaltliche Fragen. Und ich wurde dazu überredet, alle Star-Wars-Filme zu schauen, was ja auch so seine Zeit braucht.

Trinkst du mehr Alkohol als sonst?
Nicht unbedingt, aber die Apéro-Zeiten haben sich deutlich nach vorne verschoben.

Was vermisst du aktuell am meisten?
Freunde treffen, Theaterbesuche und Vernissagen.

Was hast du in dieser Zeit gelernt?
Wie seltsam Solidarität und Egoismus zusammenspielen.

Was wünschst du dir für die Zeit danach?
Oh, da gibt es so vieles was ich mir für die Gesellschaft wünsche und alles würde sehr propagandistisch Links/Grün tönen. Darum gehe ich mal von mir aus: Ich selber möchte weiterhin mein Komsumverhalten hinterfragen und unbedingt den Isolations-Egoismus abwerfen.