Die Figur: eine musische Geschichte, der wiedergefundenen Kreativität


Der Name Florian Burkhardt könnte dir noch bekannt vorkommen. Zusammen mit Luk Zimmermann macht er als "electroboy" Musik. Jetzt ist Florian zurück, alleine und eine ganze Scheibe noch kreativer.


Die Figur, unter diesem Pseudonym lebt sich Florian Burkhardt neu aus. Im Juni hat er sich mit einem Riesenbums von electroboy verabschiedet. Der Grund dafür: Er wollte raus aus der Öffentlichkeit. Er sorgte vor allem auch mit seinen Dokumentarfilm über sein Leben und auch seiner Biografien für Trubel um seine Person. Florian hat auch einiges zu erzählen: Vom Snowboardfahrer, zum internationalen Model, dann noch zum Internetpionier und noch viel mehr. Florian Burkhardts leben ist bewegt, das ist klar. Aber genau dieses bewegte Leben spielt keine Rolle mehr. Mit „Die Figur“ hat er nun eine, nun ja, Figur geschaffen, bei der es um ihr Schaffen geht, um die Musik, nicht um die Person dahinter. „Für Die Figur habe ich mir vorgenommen, möglichst kein Geld auszugeben und alles selbst zu machen. […] ich werde nicht mehr meine Person mit ihrer Biografie nutzen, um die Aufmerksamkeit zu steigern.“. Ein bisschen Promo steckt dann doch dahinter aber lediglich über seinen Blog. Wie Florian selbst meint, würde eine radikale Anonymisierung nicht funktionieren.

Eine virtuelle 3D-Figur nach Tao

Die Figur ist für Florian Burkhardt etwas Abstraktes. Es gibt nicht die eine Art wie sie ist. Die Figur kann alles sein. Die menschlich wirkende Figur, die man auf dem Portaitbild sieht (also die mit dem blauen Kopf), entstand aus einer Knetform, die Florian für Kinder machte. Die Figur auf dem Single-Cover wiederum, bastelte er am Computer. Beide Figuren sind aber „Die Figur“. Um die Musik, also den Output der Musik abzurunden verkörper „Die Figur“ etwas bestimmtes: „Um textlich einen Inhalt und ein Thema zu haben, verwende ich für Die Figur die Philosophie Tao. Ich finde sie geeignet für dieses Projekt, weil sie mir sehr positiv und lebensbejahend scheint.“

Musik zum Nachdenken

Irgendwo im Fernen hört man bei „Die Figur“ noch ein klein bisschen electroboy raus. Die Musik ist immer noch elektronisch und experimentell. Die Songs sind aber gemütlicher und ruhiger geworden. Die ersten Tracks klingen kreativ, divers und wirken nachdenklich. Für Florian war auch genau das Ruhige in der Musik, das Ziel: „Ich empfinde die Musik von Die Figur als leicht, beruhigend und verspielt. So wirkt sie auf jeden Fall auf mich.“.

Die Musikvideos von „Die Figur“ visualisieren den Sound gekonnt. Ruhige Bilder mit vielen Farben. Musik und Bild erinnern gemeinsam ein klein bisschen an das Gefühl, das man hat, wenn man kurz vor dem Einschlafen die vagen, ungereimten Bilder eines Traumes bewusst wahrnimmt. Man hört die Energie hinter den Songs, die nur so strotz von neugewonnener Kreativität.