Diese Woche in CH Musik mit DAIF, Fred & Rose u.v.m.


Wir lieben Schweizer Musik und die Künstlerinnen, die die Szene lebendig machen. Darum widmen wir unseren Schweizerheldinnen hier jeden Freitag einen Platz, wo wir für dich zusammenfassen, was diese Woche in der Schweizer Musikszene passiert ist.


Mit wem wir unsere Ängste wegvögeln wollen

Tja da gibts eigentlich nur eine richtige Antwort nämlich DAIF. Der Cloudrapper hat am Freitag seine Liebes-EP “Bitte Baby” releast und seitdem hören wir sie in Dauerschleife mit Herzliaugen. Besonders hat uns der Track “Liebi in Ziite vo de Mediekrise” angetan. Denn damit konnten wir uns ja schon immer irgendwie identifizieren. DAIF beschäftigt sich auf “Bitte Baby” mit dem einzigen, was zählt. Liebe. Und das, ohne die Klischees, ohne die andere Liebessongs nicht auskommen. Etwa Besitzansprüche, Monogamie oder Geschlechterklischees.

Auch der Song “Glitches i dim Gsicht” findet auf DAIFs “Bitte Baby” ein wunderbares Zuhause. So ist die EP eine Mischung zwischen depressiver Episode und grosser Liebe.

Zu welcher Musik wir gerne betrunken rumstolpern würden

Vor einigen Wochen haben wir bereits “White Smokker” von Lumae besprochen. Jetzt kommt mit der EP “Thought” das Debüt von Lumae und wir freuen uns. Wer Lo-Fi-Hip-Hop mag, wird auch Lumae mögen. Mit “Insane” nimmt uns Lumae mit auf eine Reise in uns selbst und lässt uns innehalten. “Bad Decisions” kombiniert Hip-Hop-Beats mit entspannten Gitarrenriffs. Und hilft uns, uns fallen zu lassen und zu konzentrieren.

Uns gefällt nicht nur die Musik auf der EP, sondern auch das Artwork hat es uns sehr angetan. Es erinnert uns ein wenig an Gorillaz, auf die beste Art und Weise. Wir sind gespannt, was wir von Lumae noch hören werden.

Wer uns überrascht hat

Wir hören viel zu selten Affengeschrei zu Beginn eines Songs. Darum waren wir schon zu Beginn all in, als wir “Ana me besó” von Fred & Rose hörten. Das französisch-schweizerisch-argentinische Duo bringt am Freitag ihr neues Album „Estado Alpha“ raus. Das Ding klingt stellenweise sehr bluesig, dann wieder bisschen Garage und dann wieder etwas folkig. Die Mischung hat es uns sehr angetan. “Aisholpan” klingt nach Americana und Western und wir hören es auf Repeat, wenn wir jetzt die leere Langstrasse entlanglaufen.

Wir würden das Album allen ans Herz legen, die sich mal auf etwas neues einlassen möchten und vielleicht auch den Blues für sich entdeckt haben.

Mit wem wir jetzt unsere Therapiesession beginnen

Der neue Song von Tobias Jensen heisst “Battles Battles” klingt ganz sanft und wir würden dem, was im Pressetext steht, absolut beipflichten. “Vier Minuten Reinheit, Ruhe und rundgestreichelte Klänge, und in Rock Bottom ist wieder alles cool.”

Tobias Jensen ist halb Schweizer, halb Däne. Vor seiner Solokarriere tourte er mit seiner Band Karavann, jetzt schenkt er uns den Sound, den wir brauchen um ein bisschen loszulassen. Im Video zum Song sieht der Typ, der darin rumstolpert, ein bisschen aus wie ein verlorener Superheld, wenn er mit seinem roten Cape und der Mütze mit den Löchern durch den verlorenen Trailerpark wandert. Wir schauen ihm sehr gerne dabei zu und hören den beruhigenden Song gerne öfters!

Mit wem wir diese Woche anstossen

Al Pride liefert uns den perfekten Soundtrack, um in der Wohnung zu bleiben. Und gleich auch noch das Bier dazu. Die neue EP der Schweizer Band heisst “Spruces” dazu veröffentlichen sie ein Fichtenbier. Auf das Fichtenbier warten wir noch, dafür durften wir uns die EP schon anhören. Darauf finden sich instant-Ohrwürmer, wie “Kalif Onya”, der das Talent der Band für ausgeklügeltes Songwriting zeigt. Besonders gefällt uns auch “Another Vibe”, der auch grosses Hitpotential hat.

Über “Hunger” hatten wir vor ein paar Wochen schon gesprochen, dieser Track fügt sich nun perfekt in die Songauswahl der EP ein. Al Pride zeigt mit “Spruces”, dass sie eine musikalische Bandbreite beherrschen und sie dennoch ihrem ganz eigenen Sound treu bleiben.