Diese Woche in CH Musik mit Wolfman, Lord Kesseli and The Drums und Nacktmulls


Musik in der Schweiz

Wir lieben Schweizer Musik und die Künstlerinnen, die die Szene lebendig machen. Darum widmen wir unseren Schweizerheldinnen hier jeden Freitag einen Platz, wo wir für dich zusammenfassen, was diese Woche in der Schweizer Musikszene passiert ist.


Wer uns diese Woche den Kopf verdrehte

Ein eingängiges Bass Riff und dann diese Stimme – wir sind ganz entzückt vom neuen Wolfman Song “Diamonds & Gold”. Das Stück beginnt langsam, schleppend doch gewinnt dann je länger je mehr an Tempo, bis er sich in gewohnter Wolfman Musik Manier zu einer Dance-/ Electronic-Pop-Komposition hochschaukelt.

Im Song geht es darum, dass Menschen kaum mehr fähig sind, ehrlich miteinander zu sein und sich stattdessen mit allerlei schmücken, um besser da zu stehen. „You love the way I dress up for you, make for you. With rags of gold and diamonds. I make you see me. I make you want me, with poison and crystals, fluids and gold.“

Die beiden Zürcher melden sich mit einer Wucht zurück, die uns jetzt schon Lust aufkommende Konzerte macht. Wir hoffen sehr, dass die beiden bald mit einem neuen Album nachdoppeln. Hier kannst du den Song hören.

Von wem wir uns diese Woche eine Postkarte wünschen

Lord Kesseli and The Drums sind die Band, nach deren Konzerte unsere Kleider nach Weihrauch duften. Wie bei einer Kirchenzeremonie zünden sie während dem Konzert jeweils reichlich Weihrauch an. Da haben böse Dämonen keine Chance. Das einzige, was übrigbleibt, ist grossartige Musik. Die beiden St. Galler haben diese Woche einen neuen Song und ein neues Video released. Das Lied heisst “She Was Angry” und klingt mit Piano ganz sanft. Der Clip dazu untermalt perfekt die melancholische, fast schon düstere Stimmung und gibt uns Blair Witch Vibes.

Dieses Jahr werden Lord Kesseli and The Drums beim South by Southwest Festival in Austin Texas spielen und wir wünschen uns so so dringend eine Postkarte mit amerikanischem Poststempel und Liebesgrüssen vom Lord persönlich. Bitte gerne an: RCKSTR Magazin, Sihlhallenstrasse 19, 8004 Zürich Messi <3

Mit wem wir gerne zum Burning Man möchten

Was Blind Boy De Vita auf seinem neuen Album Cumpà zeigt, ist weniger Musik und viel mehr eine Experience. Raffinierte Gitarrenanordnungen und eine warme Baritonstimme, die mal auf Italienisch, mal auf Englisch, mal auf Kauderwelsch, singt. Er selbst bezeichnet das Ganze als psychedelisch schamanische Experience und das würden wir so auch unterschreiben. Das Resultat ist sehr spannend, so nimmt einen etwa der Song “Cumpà” mit auf eine emotionale Reise, die mal dahinplätschert und dann alle Dämme brechen lässt. Ähnlich geht es uns mit dem Song “Miissa”. Da klingt er einmal ganz ruhig, nur um im nächsten Moment in Gesänge abzudriften, die uns teilweise an Kehlkopfgesang erinnern.

Glauco Cataldo, wie der Künstler mit bürgerlichem Namen heisst, hat nicht nur ein grosses Talent, sondern ist auch selbst gross. Buchstäblich. Nämlich fast zwei Meter. Das würde sich prima dazu eignen, dass er uns an Konzerten auf seinen Schultern umhertragen könnte. Darum und wegen seiner abgespaceten Musik würden wir ihn als unseren idealen Begleiter zum Burning Man sehen.

Hier kannst du hören, wie sich Blind Boy De Vita anhört.

Mit wem wir diese Woche Facetimen möchten

Wenn sich Mundart Cloudrap Kid DAIF und Bordeaux Lip Frontmann Neil Nein musikalisch aufeinandertreffen, passiert Gutes. Die beiden haben für den Song “Glitches i dim Gsicht” zusammengespannt. Daraus ist eine wunderbare Verschmelzung aus Cloudrap und Neils grungiger Stimme entstanden.

“Glitches i dim Gsicht” handelt davon was bleibt, wenn die grosse Liebe vorüber ist. Das klingt dementsprechend melancholisch und irgendwie bittersüss. Auch wenn ein Ende nicht das ist, was man sich wünscht, ist es schön, wenn man die Erinnerungen im Herzen behält. Oder wie sie im PR-Text selbst schreiben: “ Wir werden weinen, genauso, wie wir zu Beginn unserer Beziehung geweint haben. Aber die Tränen werden okay sein, denn diese Liebe war wunderschön: von der ersten Message im Chat bis zum letzten Lovesong.”

Im Video zum Song Facetimen die zwei und wir wären das nächste Mal gerne dabei, wenn sie sich übers Telefon besingen.

Und jetzt zu den Nacktmulls

Sie sehen aus wie verschrumpelte Penisse und wir fragen uns, ob sie sich auch so anfühlen WIE AUCH IMMER. Auf einem unserer Lieblingsinsta-Accounts, dem Zoo Zürich, wurde gestern gezeigt, wie die Nacktmulls ihr Gehege beziehen. Damit rückt die Eröffnung der Lewa-Savanne in greifbare Nähe und wir sind so. STOKED!