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Phoenix

Was heute zum populären Alternativ-Sound gehört kann Phoenix schon lange: Vor 20 Jahren haben sie mit Electro-Pop ihre Karriere ins Rollen gebracht und haben mit dem neuen Album «Ti Amo» von neuem in die richtige Spur eingegleist. Auf ihrer neuen Platte geben sie mit manchmal schrillen Tönen, oft nostalgischen Beatles-Grooves und träumerischen Melodien erneut preis, dass ihre Musik nicht nur einen eigenen Charakter hat sondern auch zeitlos ist. Die Refrains, die oft auf Italienisch oder Französisch gesungen werden, strahlen eine klingen nach Meer und Sonnenschein und bringen kulturellen Aufschwung in ihre Songs. Im Oktober startet die Phoenix-Tour in den USA und Südamerika, dann geht’s ab nach Europa. Am Mittwoch, 21. März 2018 treten sie im Volkshaus in Zürich auf. (gin)

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Elrow Zurich – Sambodromo do Brasil
28.04.2018 X-TRA, Zürich

Die Party des Jahres vom Spanischen Label «Elrow» findet am 28. April im X-TRA unter dem Motto «Sambodromo do Brasil» statt! Tauchen Sie in das musikalische Spektakel ein, lassen Sie sich von einzigartigen Electro-Klängen verschlingen und tanzen Sie bis ins Morgengrauen. Sichern Sie sich jetzt schon Tickets, denn wer weiss, wann Sie einzigartige Show wieder erleben werden. Tickets gibt's hier.

19.06.2017
Rubrik Musik

Halsey im Interview: «Du musst dich kennen, um dich lieben zu können!»


Halsey ist nicht bloss ein Popsternchen; mit ihrem zweiten Album «hopeless fountain kingdom» eroberte sie nicht nur unsere Herzen, sondern landete damit auch gleich mal auf Platz eins der Billboard 200 Charts. Kurz vor ihrem Auftritt im Stade de Suisse, als Support-Act von Justin Bieber, haben wir uns mit der hinreissenden Sängerin mit der Mermaid-Mähne getroffen und über allerlei Persönliches gequatscht.

Viele deiner Songs handeln von der Liebe; glaubst du an so etwas wie wahre Liebe oder Liebe auf den ersten Blick?
Ich glaube definitiv an Liebe auf den ersten Blick, aber auch, dass man mehrere Personen im Leben lieben kann. Manchmal trifft man auf jemanden und man liebt diese Person, aber trotz allem ist es keine romantische Liebe. Mein Album handelt – offensichtlich – von mir, wie ich meine Trennung verarbeite. Als ich diese Person zum ersten Mal traf, war es Liebe auf den ersten Blick. Es war einfach WOW, ich kann das gar nicht richtig erklären. Wir waren drei Jahre zusammen; haben Musik geschrieben, sind zusammen gereist – und es ging auch darum herauszufinden, was diese Liebe bedeutet. Wir hatten damals eine sehr kreative Beziehung; wir machten Kunst und schrieben all meine Songs zusammen. Wenn wir zusammen Musik machten, hatten wir die stärkste Verbindung, ansonsten waren wir meistens nur am Streiten. Denn selbst wenn man jemanden liebt, heisst das noch lange nicht, dass du diese heiraten, Kinder und ein Haus mit ihr haben musst. Manchmal ist diese Liebe einfach eine wichtige Erfahrung.

Welche Lovesongs oder Künstler, die über die Liebe schreiben, magst du besonders?
Ich liebe Drake! Kings of Leon oder die neuen Lovesongs von Rihanna auf beispielsweise «Anti», mag ich auch. Coldplay, die machen grossartige Lieder oder natürlich John Mayer.

Du bist Bisexuell; siehst du dich als Vorbild für die LBGTQ-Community?
Ich denke, ich trage eine gewisse Verantwortung, aber die LBGTQ-Community umfasst eine Menge unterschiedliche Persönlichkeiten. Wenn dich die Leute zum Vorbild für eine ganze Community machen wollen, ist das sehr schwierig. Weil da gibt’s einen Gay-Mann, der denkt sich «Sie repräsentiert mich nicht» oder eine Transgender-Frau die sich nur denkt «Wir haben überhaupt nichts gemeinsam!». Das beste was ich tun kann, ist so eine Art Verbindung darzustellen. Wenn die Menschen mich anhören und akzeptieren, dann kann das vielleicht helfen andere Mitglieder der LBGTQ-Community zu verstehen.

Viele Menschen hadern mit Selbstzweifel; das ist auch ein Thema in deinem Song «Sorry». Wie können wir anfangen an uns glauben?
Du musst dich kennen, um dich lieben zu können. Ich hatte eine schwierige Zeit, als ich durch diese Trennung ging. Ich habe so viel Zeit mit einer anderen Person verbracht, dass ich, als ich wieder auf mich gestellt war, gar nicht wusste, was tun. Was für Musik mag ich? Was will ich zu essen bestellen? Was ziehe ich an, wenn ich cool oder sexy aussehen will? Wer bin ich, wenn ich ganz allein bin? Je mehr ich mich selbst kennen lernte, desto weniger kümmerte mich die Meinung anderer. Ich lernte ich selbst zu sein und weiss, zu was ich fähig bin.

Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Konzept-Album zu machen, dass von Shakespeares «Romeo und Julia» inspiriert war?
Als ich meine erste Liebe durchmachte, kam ich irgendwann zu einem Moment, wo ich dachte, dass die ganze Situation einfach nur ein typisches Klischee war. Ich habe mich dann aber sehr für den Film mit Leonardo Di Capro begeistert; Das Liebes-Drama um Romeo und Julia bleibt, obwohl sich die ganze Gesellschaft seit damals extrem verändert hat, eine bedeutungsvolle Geschichte. Die Idee des Bösen, das sich zwischen zwei Menschen stellt, die für einander bestimmt sind. Ich konnte viele Ähnlichkeiten zwischen der Geschichte und meinem Leben feststellen.

Dein erstes Album «Badlands» war ebenfalls ein Konzept-Album. Ist dir wichtig, dass du eine Geschichte mit deiner Musik erzählst?
Auf jeden Fall! Ich schreibe meine Musik wie ein Regisseur, der einen Film dreht. Meine Lieblingsregisseure sind Quentin Tarantino oder Wes Anderson. Am Ende des Filmes machen Dinge vom Anfang plötzlich Sinn. Ich will meine Alben ebenfalls so schreiben, dass man im letzten Song etwas vom ersten oder dritten versteht. Sogar im zweiten Album erhält man Erkenntnis über etwas vom Debüt. Es geht auch darum, dass mich die Zuhörer immer besser kennenlernen. Ein Lied wie «Sorry» hat bereits in sich eine Bedeutung, aber im Kontext macht es noch mehr Sinn für die Fans. Ich glaube ein Konzept-Album macht die Musik zugänglicher für den Zuhörer.

Du bist erst 22 und hast bereits dein zweites Album veröffentlicht; wie fühlst du dich?
Ich bin erleichtert! Weil das so viel bedeutet wie, dass dich die Leute gut genug fanden, dass du nicht nur ein, sondern sogar ein zweites Album herausbringen konntest. Das war das schwierige, da damit entschieden wird, ob du wirklich Musik machen kannst und nicht nur «a bunch of fake excitement» bist. Man sagt, du hast dein ganzes Leben um das erste Album zu schreiben und dann hast du ein Jahr für das Zweite. Ich machte gerade eine ziemlich harte Zeit durch, als ich an diesem Album arbeitete, so denke ich mir: Konntest du es damals, wirst du es noch 100 Mal wieder schaffen. Ich bin auch Stolz und es ist wichtig für mich und auch für meine Fans zu wissen, dass man stolz und selbstbewusst sein kann, ohne arrogant zu wirken. Ich habe so hart für mein Selbstbewusstsein gearbeitet, ich lasse mir das von niemanden nehmen.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Ich will meine Konzerte perfektionieren, weil das Performen auf der Bühne wirklich meine Leidenschaft ist. Ich will, dass jedes Mal, wenn man eine Show besucht, diese besser, grösser und verrückter ist als die vorherige. Irgendwann will ich auch an einem Film arbeiten; schreiben, produzieren oder mitspielen, sobald ich Zeit dazu habe. Und auf meinem nächsten Album will ich etwas ganz Neues ausprobieren, vielleicht etwas akustisches, R’n’B oder Electronic – und ich will sichergehen, dass ich nicht wieder beginne Nägel zu kauen.

Hier geht’s zum Album-Review von «hopeless fountain kingdom».



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