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Season Opening Jakobshorn

Draussen wird es kälter und drinnen drehen wir die Heizung auf. Diese Zeit ist diejenige, in der die Bergbahnen in Davos einen unvergesslichen Winter vorbereiten. Das Jakobshorn, der Hausberg von Davos Platz, eröffnet am 2. Dezember seine Pisten für den regulären Winter-Betrieb. Und wieder heisst es: Mit sattem Rabatt das Jakobshorn eröffnen und einen Goodie Bag abstauben.

Package 1 Für CHF 45.- erhält man die günstigste Tageskarte der Saison und oben drauf gibt es noch einen Goddie Bag im Wert von CHF 100.- dazu.

Package 2 Wer sein Snowboard oder Skier nach einem Sommer im Verlies mal wieder wachsen lassen und noch einen Welcome-Drink auf 25430 Meter über Meer geniessen möchte, der schnappt sich das Package für CHF 65.-.

Package 3 Wem einen Tag auf der Piste zu wenig Winter-Romantik verspricht, kann sich für CHF 145.- nebst allen oben genannten Vorteile, auch noch eine Hotel-Übernachtung inklusive Frühstück, einen Gästeliste-Platz an der offiziellen Eröffnungs-Party und einen Tagespass für den Sonntag sichern.

Holen Sie die Winter-Kleider aus dem Kellerabteil und sichern Sie sich noch heute eines der limitierten Packages ab CHF 45.-, inklusive Goodie Bag im Wert von CHF 100.-.

Mehr Infos unter www.mountainhotels.ch/season-opening

12.05.2017
Rubrik Musik

Mando Diao: Zweiter Frühling


Als Mando Diao vor zwei Jahren den Ausstieg von Gustaf Norén bekannt gaben, wirkte das wie der Anfang vom Ende. Doch die schwedische Band hat sich wieder zusammengerauft und mit «Good Times» eine vorzügliche Soul-Rock-Platte aufgenommen.

Björn Dixgård steht die Nervosität ins Gesicht geschrieben, als er die Bühne betritt. Seit dem Ausstieg von Gustaf Norén im Sommer 2015 war es um seine Band Mando Diao ganz schön still geworden. An diesem Abend im April haben die Schweden nun also in die winzig kleine SkyBar des Hamburger Molotows geladen, um vor rund 150 Leuten erstmals Songs aus ihrem achten Album «Good Times» vorzustellen. Es herrscht Totenstille, als Keyboarder Daniel Haglund die ersten Töne anschlägt. Die Klavier-Ballade «Break Us» kommt wie auf Zehenspitzen daher – und dann singt Dixgård sich die Seele aus dem Leib: «All the wars we fought / all the love we lost / it won’t break us, break us / never break us». Mit anderen Worten: So schnell lassen Mando Diao sich nicht unterkriegen.

Doch was ist überhaupt passiert? Der Ausstieg von Norén wurde bisher totgeschwiegen. «Für mich ist es immer noch ein Mysterium, dass Gustaf nicht mehr dabei ist», erzählt Dixgård kurz vor dem Konzert im Interview. «Eines Tages meinte er plötzlich, dass er keine Lust mehr auf das ganze Musikbusiness hat. Ich war total überrascht. Aber wir ticken wohl einfach nicht mehr gleich. Privat wie musikalisch. Das muss man akzeptieren.»

Zwei Tage lang haderte Dixgård mit sich. Was nun? Mando Diao auflösen? Nach langen Gesprächen mit den verbliebenen Mitgliedern fiel schliesslich die Entscheidung: «Die Liebe, die wir für die Band haben, und die Energie, die bei unseren Auftritten da ist – wir wollten das einfach nicht aufgeben», so Dixgård. Für Norén stiess der schwedische Gitarrist und Songwriter Jens Siverstedt dazu. «Die Stimmung in der Band ist jetzt eine ganz andere. Das Duo-Ding ist zwar zerbrochen, aber an dessen Stelle ist etwas Anderes getreten.»Kaum war Siverstedt im Boot, zog sich die Band für eine Woche auf die schwedische Insel Gorland zurück. «Es war Januar und saukalt, aber wir hatten eine super Zeit», so Siverstedt. Deswegen heisst die Platte nun auch «Good Times». Tatsächlich machen die neuen Songs verdammt viel Spass. Nachdem der Vorgänger «Ælita» ein elektronischer Totalausfall war, ist «Good Times» wieder eine richtige Bandplatte. Da sind schmissige Rocksongs wie «Here I Come» oder «All The Things», aber auch Soul-Balladen wie «Brother». Im Titelstück derweil funkt es ordentlich, die Single «Shake» ist ein moderner Gospel und für «One Two Three» geht es in die Disco.

Dixgårds Texte sind wie so oft recht kryptisch. Aber im Grossen und Ganzen geht es auf der Platte um Freundschaft, Liebe, Loyalität und Vergänglichkeit. Er singt von inneren Dämonen («Good Times») und ungesunder Geldsucht («Money»), während «Dancing All The Way To Hell» von Narzissmus handelt. Ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Norén? «Nein», wiegelt Dixgård schnell ab. «Wir haben beim Schreiben gar nicht an ihn gedacht.» Mando Diao haben ganz augenscheinlich ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Zurück im Molotow. Langsam aber sicher macht die anfängliche Nervosität in Dixgårds Gesicht Platz für eine gewisse Erleichterung. Viel mehr noch: Mando Diao demonstrieren im Laufe der Show eine frische Energie, ein erstarktes Selbstbewusstsein. Die Zweifel, ob die Band ohne Norén funktioniert, sind am Ende des Konzerts verflogen. Da stehen fünf Männer zusammen auf der Bühne, die nirgends anders sein wollen und (wieder) mit dem Herz dabei sind.

Am 28. November präsentieren Mando Diao ihre neue Scheibe «Good Times» im Kaufleuten Klubsaal. Am 19. Mai um 10 Uhr sind die Tickets via Starticket erhältlich. Hier geht’s zum Album-Review.



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