11.08.2017
Rubrik Musik

Review-Freitag: Die Platten der Woche mit Kesha, Frankie Rose und Rat Boy


Von Riot-Girl-Power-Pop bis Skater-Pop: Diese Woche gibt’s neue Musik von Kesha, Frankie Rose und Rat Boy.

Girl-Riot-Power-Pop: Kesha – «Rainbow»

«Tik Tok on the clock, but the party don’t stop, no!» schallt es uns gleich in den Ohren und wir schwelgen in den süssen Erinnerungen der Vergangenheit. Bereits sieben Jahre ist es her, seit Keshas Release von «Animals», das unserer liebsten Party-Göre einen unaufhaltbaren Höhenflug bescherte. Zwei Jahre später kam «Warrior», doch dann gab’s erst mal gar nichts mehr zu hören. Besser gesagt nichts Musikalisches. Unschöne Schlagzeilen beherrschten die Nachrichten: Kesha (neuerdings schreibt man ihren Namen ohne Dollarzeichen) versucht sich aus ihrem Plattenvertrag mit Sony freizukämpfen. Grund: ihr Mentor und Produzent Dr. Luke soll sie jahrelang sexuell und emotional missbraucht haben. Recht bekam sie im Fall nicht, doch wenigstens war Sony klug genug, den Höchstwahrscheinlich-Mistsack vor die Tür zu stellen. Nun ist sie endlich zurück – mit erhobenen Mittelfingern. Von aufbauenden und gefühlsvollen Stücken wie «Bastards», über rotzige Garage-Rock-Nummer (featuring Eagles Of Death Metal) wie «Boogie Feet» bis zu kraftvollen Country-Songs wie das Cover «Old Flames», auf dem auch die Original-Sängerin Dolly Parton zu hören ist. Mit «Rainbow» rechnet Kesha mit dem Geschehenen ab und beweist, dass sie es verdammt nochmal draufhat. (miku)

Wertung:

Für Fans von: Taylor Swift, Rachel Platten, Lady Gaga

Kesha– «Rainbow» auf iTunes

80er-Synth-Pop: Frankie Rose – «Cage Tropical»

Wie es klingt, wenn sich eine Musikerin wieder hochrappelt, zeigt uns Frankie Rose auf ihrem neuen Album «Cage Tropical». Im Opener «Love in Rockets» singt die 38-Jährige etwa: «a wheel, a wheel of wasting my life: a wheel, a wheel of wasting my time.» Eine Zeitverschwendung ist die neue Scheibe aber mitnichten. Fans von 80er-Synth-Pop und von Songs, die einfach ein wenig «vintage» tönen, kommen voll auf ihre Kosten. Sci-Fi-Referenzen lassen den Nerd in uns frohlocken. (josé)

Wertung:

Für Fans von:  Dum Dum Girls, Beach Fossils, Wild Nothing

Frankie Rose– «Cage Tropical» auf iTunes

Skater-Pop: Rat Boy – «Scum»

Bei Rat Boy ist der Name Programm: Der 21-Jährige Brite sieht tatsächlich aus wie ein Nagetier auf Ecstasy. Nach einer Reihe an EPs und Singles ist nun sein erstes Album «Scum» erschienen. Jordan Cardy, wie Rat Boy bürgerlich heisst, gibt darauf den hyperaktiven Skater – die Art Mensch, vor der Sie Ihre Mutter gewarnt hat. Mit seinem Lausbuben-Charme würde er sie aber wahrscheinlich doch um den Finger wickeln. Wenn Sie zu Songs wie «Turn Round M8» stillstehen können, liegen Sie wahrscheinlich im Koma. (nein)

Wertung:

Für Fans von: Jamie T, Circa Waves, Tom Vek

Rat Boy– «Scum» auf iTunes



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