04.08.2017
Rubrik Musik

Review-Freitag: Die Platten der Woche mit Wage Ware, First Breath After Coma und Dead Cross


Von Hardcore-Trash-Punk bis zu Spheric-Post-Rock: Diese Woche gibt’s neue Musik von Wage War, First Breath After Coma und Dead Cross.

Metalcore: Wage War – «Deadweight»

Die Jungs von Wage War aus Florida sind wütend. Zumindest klingt es so auf ihrem neuen, zweiten Album «Deadweight». Ist ja auch logisch, denn bei Wage War handelt es sich um eine Metalcore Band – da klingt alles ein wenig hässig. Abheben von anderen Bands können sie sich mit «Deadweight» jedoch nicht. Das Album beinhaltet gute Songs mit fetten Breakdowns, nicen Screams und bubihaften Clean-Vocals. Gut, aber eben nichts Spezielles. Fun Fact: Der Bassist der Band heisst Chris Gaylord – dafür gibts einen Extrapunkt. (sdu)

Wertung:

Für Fans von: The Color Morale, Like Moths To Flames, In Hearts Wake

Wage War– «Deadweight» auf iTunes

Spheric-Post-Rock: First Breath After Coma – «Drifter»

Forza Portugal! Oder so. Die Musikhoffnung des westlichsten Festland Europas, First Breath After Coma. «Drifter» fühlt sich wie eine Sanddüne bei Dämmerung an. Die Sonne taucht langsam am Horizont ab («Salty Eyes»). Das Licht funkelt orange-rot («Blup»). Dunkelheit umgibt den vom Mondlicht beleuchteten Sand («Dandelions»). Statt der Hitze steht die Kälte im Vordergrund («Nagmani»). Wer sich «Drifter» reinzieht wird Songs für jede Stimmung antreffen, immer mit dem passenden Portugal-Sommer-Vibe. (nst)

Wertung: 

Für Fans von: Jeniferever, The Echelon Effect, Inward Oceans

Live: 12.8. Winterthurer Musikfestwochen (Winterthur)

First Breath After Coma – «Drifter» auf iTunes

Hardcore-Trash-Punk: Dead Cross – «Dead Cross»

Nach dem Bataclan-Massaker im November 2015 tat sich Dave Lombardo (ex-Slayer, Fantômas) mit Gabe Serbian, Justin Pearson und Michael Crain (The Locust, Retox) zusammen, um sich die Wut von der Seele zu prügeln. Als Mike Patton (Faith No More, Fantômas und überall, wo er sonst noch mitmischen will) deren Debütalbum auf seinem Label Ipecac Records veröffentlichen wollte, teilte ihm Lombardo mit, dass Serbian die Band verlassen hat und sie stattdessen Patton als Sänger wollten. Entstanden ist daraus ein wirklich wütend klingendes Album irgendwo zwischen Hardcore Punk der 1980er, Trash Metal und Mathcore à la Dillinger Escape Plan. Patton selbst klingt dabei so energetisch, wie seit Jahren nicht mehr und schmettert mit «Bela Lugosi’s Dead» sogar noch eine treibende Neuinterpretation des Post-Punk-Klassikers von Bauhaus nach. Ganz im Sinne eines richtigen Trash-Punk-Albums kommen die zehn Songs dann nach 28 Minuten bereits zu einem Ende, was zur Freude von Lombardo sogar eine Minute kürzer ist als das Kultalbum «Reign In Blood» von Slayer. Abzug gibt’s dafür in der B-Note für das doch sehr uninspirierte Plattencover. Aber Mike Patton darf das – und das ist auch gut so. (vlct)

Wertung:

Für Fans von: The Accüsed, D.R.I., Anthrax

Dead Cross – «Dead Cross» auf iTunes



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