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Phoenix

Was heute zum populären Alternativ-Sound gehört kann Phoenix schon lange: Vor 20 Jahren haben sie mit Electro-Pop ihre Karriere ins Rollen gebracht und haben mit dem neuen Album «Ti Amo» von neuem in die richtige Spur eingegleist. Auf ihrer neuen Platte geben sie mit manchmal schrillen Tönen, oft nostalgischen Beatles-Grooves und träumerischen Melodien erneut preis, dass ihre Musik nicht nur einen eigenen Charakter hat sondern auch zeitlos ist. Die Refrains, die oft auf Italienisch oder Französisch gesungen werden, strahlen eine klingen nach Meer und Sonnenschein und bringen kulturellen Aufschwung in ihre Songs. Im Oktober startet die Phoenix-Tour in den USA und Südamerika, dann geht’s ab nach Europa. Am Mittwoch, 21. März 2018 treten sie im Volkshaus in Zürich auf. (gin)

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Elrow Zurich – Sambodromo do Brasil
28.04.2018 X-TRA, Zürich

Die Party des Jahres vom Spanischen Label «Elrow» findet am 28. April im X-TRA unter dem Motto «Sambodromo do Brasil» statt! Tauchen Sie in das musikalische Spektakel ein, lassen Sie sich von einzigartigen Electro-Klängen verschlingen und tanzen Sie bis ins Morgengrauen. Sichern Sie sich jetzt schon Tickets, denn wer weiss, wann Sie einzigartige Show wieder erleben werden. Tickets gibt's hier.

16.06.2017
Rubrik Musik

Sex, Drugs’n’Alternative-Rock: Royal Blood – «How Did We Get So Dark?»


«It’s good to be back…» – so eines der jüngsten Social-Media-Statements der Zweimannband aus Brighton. Zugegeben: Auch wir sind verdammt froh, dass uns Royal Blood nach knapp drei Jahren endlich wieder was Neues um die Ohren knallen.

Wer sich noch vor gut eineinhalb Jahren auf neue Musik der beiden Insulaner freute, der wurde zunächst trocken vertröstet. Denn die spontane (und später nur auf YouTube in mieser Qualität aufzufindende) Performance von «Hook, Line & Sinker» am Reading Festival 2015 blieb vorerst nur ein Cliffhanger und hinterliess eine Horde aufgewühlter und irgendwie planloser Fans.

Nun aber ist Schluss mit Warten: Royal Blood sind mit «How Did We Get So Dark?» zurück im Business, jedoch nicht ganz so düster, wie der Albumtitel vielleicht vermuten lässt. Während bei den beiden Singles «Lights Out» und «Hook, Line & Sinker» – nun endlich in akzeptabler Tonqualität –  kaum zu unterscheiden ist, ob diese nicht noch zur Tracklist des selbstbetitelten Erstlings oder tatsächlich zum neuen Album gehören, wird spätestens beim Opener «How Did We Get So Dark?» klar: Hier kommt etwas Neues. Etwas Pulsierendes. Etwas richtig Gutes.

Wo der Erstling noch mit psychedelisch-kitzelnder Aggression punktete, überzeugt «How Did We Get So Dark?» nun mit einer krachenden und vor Sexiness nur so strotzenden Playlist. Kommen Songs wie «She’s Creeping» und «Don’t Tell» verhältnismässig zwar etwas verhalten – ja gar balladenhaft – daher, holen Royal Blood mit «I Only Lie When I Love You» dann alles aus Saiten und Trommeln heraus: lüsterne Vocals, eine dazu passende Bass- und Drumline und eine Melodie, die hängen bleibt – egal ob man will, oder nicht. Zwischendrin sorgen die Tracks «Where Are You Now?», «Look Like You Know»,  «Hole In Your Heart» und «Sleep» mit einem leichten Indie-Touch für das goldene Mittelmass zwischen musikalischer Erregtheit und euphorischen Schwelgerei.

Klar ist: Wer noch immer ins Debütalbum der beiden Engländer verschossen ist, der wird sich beim ersten Anhören der neuen Scheibe wohl etwas schwertun. Denn «How Did We Get So Dark?» kommt deutlich farbiger daher, als das, was wir bis anhin von ihnen gehört haben. Obwohl auch hier die für Royal Blood typischen, treibenden Drums und der bestechend vielseitige Bass dominieren, wirkt das Gesamtwerk diverser und experimenteller. Die Melodien variieren mehr, Michael Kerrs Stimme oszilliert und es entstehen klare Brüche über die Laufzeit hinweg, was dazu führt, dass die einzelnen Songs nicht ineinander zu verschwimmen beginnen, sondern uns hellhörig und energisch mitwippend zurücklassen und sich in unseren Gehörgängen festkrallen. Darum: Mehrmals durchhören lohnt sich!

Für Fans von: Blood Red Shoes, Highly Suspect, Gone Is Gone

Wertung:

Live: 11.7. Montreux Jazz Festival (Montreux), 12.7. Gurtenfestival (Bern), 3.11. Halle 622 (Zürich)

Royal Blood – «How Did We Get So Dark» auf iTunes


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