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Season Opening Jakobshorn

Draussen wird es kälter und drinnen drehen wir die Heizung auf. Diese Zeit ist diejenige, in der die Bergbahnen in Davos einen unvergesslichen Winter vorbereiten. Das Jakobshorn, der Hausberg von Davos Platz, eröffnet am 2. Dezember seine Pisten für den regulären Winter-Betrieb. Und wieder heisst es: Mit sattem Rabatt das Jakobshorn eröffnen und einen Goodie Bag abstauben.

Package 1 Für CHF 45.- erhält man die günstigste Tageskarte der Saison und oben drauf gibt es noch einen Goddie Bag im Wert von CHF 100.- dazu.

Package 2 Wer sein Snowboard oder Skier nach einem Sommer im Verlies mal wieder wachsen lassen und noch einen Welcome-Drink auf 25430 Meter über Meer geniessen möchte, der schnappt sich das Package für CHF 65.-.

Package 3 Wem einen Tag auf der Piste zu wenig Winter-Romantik verspricht, kann sich für CHF 145.- nebst allen oben genannten Vorteile, auch noch eine Hotel-Übernachtung inklusive Frühstück, einen Gästeliste-Platz an der offiziellen Eröffnungs-Party und einen Tagespass für den Sonntag sichern.

Holen Sie die Winter-Kleider aus dem Kellerabteil und sichern Sie sich noch heute eines der limitierten Packages ab CHF 45.-, inklusive Goodie Bag im Wert von CHF 100.-.

Mehr Infos unter www.mountainhotels.ch/season-opening

09.11.2017
Rubrik Musik

This was our scene – Kontrollverlust in engen Hosen


London in den Mitt-Naughties: Franz Ferdinand, The Libertines, Bloc Party und viele weitere liefern den Soundtrack einer ganzen Generation. Gregory Nolan hat die Szene fotografisch dokumentiert und vor allem gelebt. Das war vor rund zehn Jahren – geblieben sind die vielleicht authentischsten Feierbilder dieser Epoche, die der Ire nun in einem Fotobuch zeigt.

Gregory, du warst von 2004 – 2008 quasi der Hof-Fotograf der Indie-Szene in London, wie hast du die Zeit erlebt?
Intensiv. Das fing wohl irgendwann um 2002 herum an, als The Strokes und The Libertines gerade durchstarteten. Wer auf Musik stand zog nach London. Ab 2004 hat es sich dann aufs Festland ausgebreitet, erst zögerlich dann rasend schnell und ab 2007 ging es meiner Meinung nach wieder abwärts.

Vermisst du die Zeit?
Absolut, allerdings nicht auf eine schwermütige Weise. Vor rund zwei Jahren habe ich die Fotos zum ersten Mal wieder hervorgekramt und gedacht «Hey, diese Bilder erzählen eine Story, von einem ganz bestimmten Moment in der Popkultur.», und diese Story wollte ich weitererzählen. Als erstes musste ich dafür die Auswahl massiv dezimieren. Zu Beginn hatte ich rund 100’000 Stück, 70’000 davon habe ich gelöscht.

Shit, das klingt nach ziemlich viel Arbeit.
Yep, ich brauchte etwa ein Jahr dafür. Ich habe mir stückweise immer wieder Zeit genommen. Als ich einigermassen zufrieden war, habe ich die Übriggebliebenen anderen Leuten gezeigt. Freunden und Musikern, die allesamt begeistert waren, weil die Bilder offenbar wirklich genau das eingefangen haben, was die Szene damals ausmachte.

Wie sehr hat sich diese Szene seit damals verändert?
Komplett, es gibt sie nicht mehr. Ich glaube es war Londons Peaktime und die endete spätestens 2008. Viele Lokale schlossen oder sind abgebrannt (lacht, was wir ein kleines Bisschen seltsam finden). Ich selber merkte, dass es Zeit war um weiterzuziehen, weil mir alles zu vorhersehbar wurde.

Glaubst du es hängt auch damit zusammen, dass dieses Genre-Schubladendenken aufgehört hat? Früher war man Indie, Hip Hop oder Techno – heute ist das alles viel durchmischter.
Bestimmt, es gibt heute mehr breit Interessierte, die vor allem Neues und Hippes spannend finden. Gleichzeitig bleiben aber auch viele in einer nicht mehr existenten Szene zurück. Ein bisschen wie im Bruce Springesteen-Song «Glory Days». Mir selber fehlt höchstens die rigorose Verantwortungslosigkeit, alle hatten dieses Gefühl von Unverwundbarkeit und so wurde auch gefeiert.

Damals gab es noch keine Gluten Allergie.
Genau (lacht). Aber trotz all dem Kontrollverlust war da auch immer ein Gefühl für Zusammengehörigkeit. Du hast immer jemanden gefunden, mit dem du Spass haben konntest. Du warst nie allein.

Das gilt wohl auch für den Backstagebereich von damals?
Definitiv, wobei diese auch für anderes benutzt wurden. Heute blicken wir gerne mit der rosaroten Brille zurück, aber das Ganze hatte natürlich schon damals eine dunkle Seite, mit harten Drogen und allem was dazu gehört. Auf meinen Bildern versuche ich aber bewusst das Positive zu beleuchten. Lachende, fröhliche Menschen, weil es overall ja auch eine glückliche Zeit war.

Apropos harte Drogen: Wir schreiben das Jahr 2017 und Pete Doherty lebt noch. Überrascht?
Irgendwie ja, irgendwie nein. Ich weiss, dass er einige Male clean war. Jüngst häufen sich aber wieder Storys, wie er auf die Bühne getragen werden musste. Wir hatten damals das Sprichwort «Wer es sich leisten kann, kann es sich leisten.», im Sinne von wer genug Geld hat, und damit die nötigen Mittel für den Konsum sowie eine allfällige Therapie, kommt irgendwie durch. Ausserdem hilft es, dass er Leute um sich hat, die versuchen ihn am Leben zu behalten.

Bei dir ist es wahrscheinlich ein bisschen ruhiger heute, oder?
Im letzten halben Jahr hat mich die Arbeit für das Buch und die Ausstellung schon sehr eingenommen und dazu begleite ich derzeit Bastille auf ihrer Tour. Weiterhin betreibe ich in den Staaten ein Non-Profit-Projekt, für das ich andere Non-Profit-Organisationen bei ihrer Arbeit fotografiere. Obdachlosen-Unterkünfte und Ähnliches, die starke Bilder brauchen um sich mittels Spenden finanzieren zu können.

Schöner Abschluss – vielen Dank für deine Zeit.



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