Tim Freitag: Die neue Single und der unkonventionelle Musikvideo-Dreh


Sie feiern die Momente im Leben, in denen die meisten Menschen nicht mit einem Honigkuchenpferd-Grinsen durch die Gegend laufen. Tim Freitags neue Single «Tip Toe» trippelt, nein, stampft durch die Schweizer Musikszene. Wir durften einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Videodrehs dazu werfen.


Seit dem letzten Freitag 5. April ist Tim Freitags neue Single «Tip Toe» mit dem Musikvideo online. Was sich viele so nebenbei reinziehen und sich nicht viel Gedanken dazu machen, darin stecken viele Stunden Arbeit. Wir zeigen dir, was backstage beim Dreh zu «Tip Toe» abgegangen ist.

«Tim Freitag ist für mich Ausgleich, positiver Stress, die grosse Liebe, meine Beziehung, meine Familie. Tim Freitag sind die schönsten Momente in meinem Leben. Ein Leben ohne Tim Freitag gibt es nicht.»
Janick Pfenninger (Gesang und Gitarre)

Der Song handelt von zwei Menschen, die nicht ohne, aber irgendwie auch nicht miteinander können. Sie wollen nicht loslassen, doch auch wenn sie sich auf die Zehenspitzen stellen, daher der Titel, können sie sich nicht mehr erreichen. Dies wurde im Videoclip sehr schön und anschaulich dargestellt.

«Ich bin fasziniert vom Drive und der Euphorie dieser Band, der Live-Energie, den Songs und von den musikalischen und menschlichen Qualitäten meiner Bandkollegen.»
Daniel Gisler (Keys und Synths)

Der alte Mann taucht durch das überraschend gefundene Video in seine Vergangenheit ein, zu seinem jungen Ich, dahinter wird ein Video einer Frau an die Wand projiziert. Als er seine Verzweiflung nicht mehr aushält, reisst der Alte sich die Maske vom Gesicht und das junge Ich verlässt stürmisch die Wohnung, springt auf seine Vespa und jagt durch die nächtlichen Strassen. Dann sitzt die Frau aus dem Video auf dem Rücksitz der Vespa. Langsam fährt die Kamera die verschiedenen Ebenen wieder zurück in die Gegenwart, wo der alte Mann wieder vor dem Fernseher hockt.

«Wir alle haben die gleichen Träume und den Glauben, dass wir immer weiterkommen als Band – egal wohin, aber immer weiter. Wir ergänzen uns musikalisch perfekt und die Band nimmt immer mehr Familiendynamiken an.»
Nicolas Rüttimann (Gitarre)

Für das Meisterwerk verantwortlich ist der Regisseur Achille Lietha. Er hat die Aufnahmen von Frontmann Janicks Freundin aus Saigon in seine eigene Vision integriert. Die Maske des alten Mannes, so schnell sie auch zerrissen war, hat doch so ihre Zeit in Anspruch genommen. Über 60 Stunden hat Make-up-Artist Juliette Ruetz daran gearbeitet, alle Falten, Poren und Pickel von Janick exakt abzuformen und den alten Mann daraufzupinseln. Trotzdem musste der Hals von einer alten Maske verwendet werden, der zum Glück gepasst hat, weil einfach die Zeit nicht mehr gereicht hat.

Grüne Männchen waren am Set ebenfalls anwesend.

«Tim Freitag ist die beste Band der Welt.»
Severin Graf (Bass)

Der Videodreh hat aber nicht nur Zeit und Nerven gekostet, sondern auch Geld, das für eine saftige Busse draufging und Janicks Führerausweis für sechs Monate. Beim Dreh fuhr er 63 km/h, in einer 30er-Zone, in Zürich. Auch wenn es im Namen der Kunst geschah: Das kann natürlich nicht gut gehen. Zu guter Letzt erlitt die arme Vespa auch noch einen Totalschaden. Komischerweise weiss niemand vom Team, wie das passiert ist. Halb so schlimm weil letzter Drehtag und Versicherung sei Dank. Janick, was hast du bloss gegen Vespas?!

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«Tim Freitag: Emotionen in Songs verpackt für die ich keine Worte finde. Mein Ventil.»
Lorenzo Demenga (Schlagzeug)

Der eigentliche Auslöser für «Tip Toe» mit dem dazugehörigen Video, in dem ein alter Mann eine essentielle Rolle spielt, war ursprünglich Janicks exzessiver Lifestyle mit viel Alkohol und Zigaretten. Seine Bandkollegen wollten ihm zeigen, wie er bald aussehen wird, wenn er so weiter macht. Doch noch ist Janick nach wie vor mit einem Aussehen gesegnet, als ob er in den Jungbrunnen gefallen wäre. Diesen Sonntag kannst du alle fünf gut aussehenden Burschen live im Kaufleuten bewundern und natürlich ebenso ihre Musik. Dieser Tanzabend hat es ganz bestimmt in sich und du wirst das am nächsten Tag ordentlich in den Beinen spüren, oder in den Armen – je nachdem wie du deine Tanzwut auslebst. Naja auf jeden Fall gehts hier zu den Tickets.