Die «Bachelorette» Top 2 Power Rankings, Folge 8


Jeden Dienstag frisch geschniegelt: Die einzige «Bachelorette»-Berichterstattung, die du brauchst. Diesmal: Freilandelefanten und so viele fucking Boote.


Dream Dates, Motherfuckers! Für die Beteiligten mag das Halbfinale jeweils so sexuell aufgeladen sein wie eine indizierte Migros-Tragtasche. Traditionell ist die zweitletzte Folge einer «Bachelorette»-Saga aber auch die langweiligste, weil sie fast ausschliesslich aus wehenden Himmelbettvorhängen und aufreizenden Fruchtkebabs besteht – so als würde man sich durch das Pinterest-Board einer 30-jährigen Büroangestellten scrollen. Doch im Gegensatz zu Hannibal von Karthago geben wir nicht so kurz vor Rom auf und reiten unsere Elefanten bis ins verdammte Ziel. Welcher der drei verbleibenden Macklemore-Haarschnitte muss also das Köfferchen packen und welche beiden schaffen es in unser Top* (Tremendous Overachieving Prinzen) 2 Power Ranking? Ta-da:

Platz 1: Mike

Mike hat ein Kind. Mike wohnt noch bei seinem Vater. Mike trägt T-Shirts, die aussehen, als hätte eine ganze Malerschule auf ihn ejakuliert. Chanelle ignoriert offenbar mehr Red Flags als die französische Bourgeoisie ca. 1789. Und dennoch schweigt sich der mundfaule Hot Bod erfolgreich in die Endrunde. (Es hat übrigens 8 Episoden gedauert. Doch endlich können wir festmachen, an wen uns Mike erinnert: Als hätte man Neil aus «The Inbetweeners» durch einen dieser enorm aufhübschenden Snapchat-Filter gejagt.) (No shade, wir lieben Neil aus «The Inbetweeners».)

Halt weil Männer, die nie was sagen, generell als geheimnisvoll interpretiert werden – siehe: Jason in den ersten paar Episoden von «The Good Place» – geht Mike als unser Favorit ins Finale. Immerhin spricht Chanelle schon von ihm, als hätte sie eine verwilderte Katze bei sich aufgenommen und nun langsam deren Vertrauen gewonnen. Diese Staffel sollte nicht von 3+, sondern dem Videoteam von The Dodo gefilmt werden. Und immerhin dreht Mike auch nicht gleich durch, als beim gemeinsamen Elefanten-Füttern eines der Tiere Chanelles Busen berüsselt. Giovanni hätte den Grauhäuter sofort nach draussen vor die Tür beordert und von Türstehern zurückgehalten werden müssen.

Platz 2: Giovanni

Wtf, Bachelorette. Nur weil Giovanni italienischer Herkunft ist, brauchst du ihn gleich nicht zu fragen, ob er auch Pizza machen könne. Ist das hier eine Datingshow oder die Schwarzenbach-Initiative? Softcore Racism mal abgesehen: Die Serendipity-Skala dieser Lovestory schiesst durchs Dach, als Giovanni und Chanelle feststellen, dass sie am gleichen Tag Geburtstag haben. Oh boy. Uns gehen schon Pärchen auf die Nerven, die ihre Traineroutfits aufeinander abstimmen. Aber auch noch gemeinsam Geburi feiern? Werden sie sich je auf einen Kuchen einigen können!?

Giovanni tritt als erster Kandidat sein «Dream Date» an und landet mit Chanelle auf einer Yacht. Die nautische Qualität lässt dabei im Verlauf der Sendung drastisch nach: Während das zweite Date mit Marko auf einem Kajak stattfindet, muss Mike mit einem Paddelboot vorlieb nehmen. Hätte die Bachelorette noch einen vierten Kerl abgeschleppt, wären sie wohl auf ein paar zusammengebundenen Plastikflaschen über die Wellen getrieben. Giovanni geht zumindest gut vorbereitet ins Finale. So liest er neuerdings das Buch eines CIA-Agenten über Körpersprache. Sollte das mit Chanelle nix werden, könnte er mit seinem neuen Wissen vielleicht wenigstens den Zodiac-Killer überführen.

Auf dem Flug nach Hause: Marko

Ach, Marko. Romanzen zwischen gescheiterten Tennistalenten und verkannten Künstlerinnen haben es immer schwer. Immerhin war «Ich habe meine Jungfräulichkeit während einem Tennisturnier in Miami verloren» der Mic-drop-Moment dieser Stafffel.