Mein erstes Mal – Praktikantin Desirée geht alleine an ein Festival


Alleine an ein Festival zu gehen, kann lustig werden – muss aber nicht.


Ich gehöre zu der Sorte von Menschen, die wirklich noch der Musik wegen ein Festival besuchen. Trotzdem zog es mich im letzten Sommer ans Openair Gampel. Das wirr durchmischte Line-Up (Sunrise Avenue meets Capital Bra meets Anderson.Paak meets Stefanie Heinzmann … because of course) hatte doch die eine oder andere Band auf Lager, die meinem Gusto entsprach. Mit dem Rucksack vollgepackt, nahm ich die viel zu lange Zugfahrt auf mich, um dann mitzubekommen, dass meine Freundin – mit der ich ursprünglich abgemacht hatte das Wochenende zu verbringen – nicht auf dem Camping sein wird. Fuck My Life! Sie brachte mich aber bei ihren Walliser Freunden unter. Wirklich liebe Menschen, aber als Innerschweizerin hatte ich no fucking chance, die Menschen irgendwie auch nur ein kleines bisschen zu verstehen.

Also machte ich mich alleine auf ins Getümmel.

Etwa drei grosse Bier später fand ich mich mit meinen frisch gemachten Freunden an der Bar beim Shots runterstürzen wieder. Ja, je mehr Alkohol floss, desto mehr neue Freunde machte ich mir. Leider kenne ich keinen einzigen Namen mehr und bekomme noch heute WhatsApp-Nachrichten von Menschen, die ich «gar nicht kenne». An dieser Stelle: Sorry, dass ich nie geantwortet habe!

Zusammengefasst: Alleine an ein Festival zu gehen, kann lustig werden – muss aber nicht. So lange man kein Social-Butterfly ist, muss man halt einfach bereit sein, all seine Hemmungen daheim zu lassen und sich auf einen verdammten Kater am nächsten Tag einzulassen. Unterm Strich war die Nacht (ich verbrachte nur zwei Tage dort, dann hatte insbesondere mein Körper genug) am Gampel echt lustig. Empfehlenswert um allein an ein Festival zu gehen: drei Shot-Gläser.