Ab heute im Kino: Aladdin


Schon wieder ein neuer Disneyfilm – diesmal aber ganz anders: «Aladdin» gibt es jetzt nicht nur als Animationsfilm, sondern auch als Spielfilm.


Von Guy Ritchie
Mit Mena Massoud, Naomi Scott und Will Smith

Als er die Prinzessin von Agrabah trifft, ändert sich sein ganzes Leben: Aladdin (Mena Massoud) , der junge Strassendieb und Trickbetrüger, der bisher nichts anderes kennt als das enthaltsame Leben mit seinem treuen Affen und Lebensgefährten, ist zum ersten mal verliebt. Alles scheint perfekt zu werden, als er sich dank Dschinni (Will Smith) aus der Öllampe in einen Prinz verwandelt und so nun endlich die Prinzessin (Naomi Scott) erobern darf. Wie das aber nunmal so ist, hat alles seine Folgen; der Diener des Sultans, Dschafar, will selbst den Dschinni an seiner Seite haben um sich mit den drei Wünschen zum mächtigsten Wesen des Universums zu machen – alles droht zusammenzubrechen.

Jeder Disney-Fan kennt und liebt die Animationsfilme wie «Nemo», «König der Löwen» oder eben «Aladdin». Obwohl die Geschichte im Spielfilm kaum verändert wurde, wirkt sie jedoch ganz anders auf den Zuschauer. Wo klischeehafte Freundschaftsgeschichten und kitschige Liebesszenen märchenhaft und romantisch sind, können die verliebten Protagonisten schnell mal nervig und die dramatischen und vorhersehbaren Geschehnisse überspitzt und langweilig wirken. Vor Allem der scheinbar perfekte Aladdin wirkt kaum so süss und attraktiv wie im animierten Film, eher ist man gereizt von der Tatsache, dass ihm (sowie auch der Prinzessin) jeder Fehler innerhalb von kürzester Zeit sofort wieder vergeben wird. Wenn man einen Klassiker schon zu einem Spielfilm macht, sollten die Gegebenheiten mindestens so angepasst werden, dass auch ein Grund für dieses Remake zu erkennen ist. Ganz abzuraten ist dem Film jedoch nicht, trotz einiger Fehlschläge glänzt der Film mit wunderbaren Kulissen und nicht zu vergessen ist natürlich Will Smith, der als bisher sympathischster Geist über die Leinwände spukt. Insgesamt ist der Film durch die schönen Bilder und süssen Musical-Einschüben aber durchaus unterhaltsam.

3/5 Sterne
Ab 28. März im Kino