Ab heute im Kino: Captive State


In der Flut von Filmen mit Ausserirdischen schafft es dieser Streifen trotzdem, sich abzuheben.


Von Rupert Wyatt
Mit John Goodman, Ashton Sanders, Jonathan Majors

Zehn Jahre nach der Erdübernahme durch Aliens, leben die Menschen angeblich in einer Friede-Freude-Eierkuchen-Welt ohne Kriminalität, Armut und Arbeitslosigkeit. Von dieser Harmonie sieht man im Film aber nicht viel. Man erhält Einblick in einen düsteren Überwachungsstaat wie er im Buche steht. Jeder Mensch trägt eine Art Peilsender in sich und überall sind Kameras. Beim kleinsten Anzeichen von Ungehorsam wird der Missetäter von den maskierten Handlangern des Regimes eingesackt. In Chicago formiert sich jedoch eine Gruppe des Widerstands, die gerade als man denkt, sie hätte versagt, von völlig unerwarteter Seite Hilfe bekommt.

Mal was anderes: Der Film zeigt eine viel weiter fortgeschrittene Bedrohung der Erde durch Aliens, als es sonst der Fall ist. Man muss aufmerksam bleiben, um alle Details des Films zu verstehen. Es ist oft nicht ganz klar, in welchem Zusammenhang die Protagonisten zueinander stehen und man wird zum Teil vor vollendete Tatsachen gestellt. Trotzdem kann man dem Handlungsstrang im grossen und ganzen folgen und mit ein bisschen Aufmerksamkeit bemerkt man sogar die beiden Metaphern aus der griechischen Mythologie, die geschickt eingebaut wurden.

4/5 Sterne
Ab 28. März im Kino