Ab heute im Kino: Wildlife


Mit «Wildlife» hat der Schauspieler Paul Dano («Little Miss Sunshine») ein typisches Drama zu seinem Regiedebüt gemacht. Leider fehlt dem Film ein wenig die Würze.


Von Paul Dano
Mit Carey Mulligan, Jake Gyllenhaal, Ed Oxenbould

Jerry Brinson (Jake Gyllenhaal) arbeitet auf einem Golfplatz. Als er gefeuert wird, weil er zu freundlich zu den Kunden war, bricht für ihn eine kleine Welt zusammen. Sein Selbstmitleid geht so tief, dass er, als ihm der Job erneut angeboten wird, ablehnt. Der 14-jährige Joe (Ed Oxenbould) muss mitansehen, wie sein Vater sich immer mehr gehen lässt. Als Jerry dann auch noch als schlecht bezahlter Hilfsarbeiter seine Familie verlassen und den gerade in den Bergen tobenden Waldbrand löschen gehen will, gerät für Joe und seine Mutter Jeanette (Carey Mulligan) die ganze Welt aus den Fugen. Seine Mutter beginnt ihren ganzen emotionalen Ballast bei Joe abzuladen. Bei ihrem Job als Schwimmlehrerin, mit dem sie versucht sich und Joe im wahrsten Sinn über Wasser zu halten, lernt sie dann den Autohändler Warren Miller kennen. Joe kann nur tatenlos zusehen, wie seine Mutter einen grossen Fehler begeht.

Die Ereignisse wirken etwas gar zu banal für dieses Drama, was die Geschichte leider etwas langweilig und aufgeblasen rüberkommen lässt. Man wartet immer darauf, dass mal was passiert. Die spannendsten Szenen konzentrieren sich aber alle auf den Schluss und auch dieser reisst einen dann nicht vom Hocker. Einen kurzen Augenblick denkt man: «Jetzt passiert endlich mal was», doch die Schlussszenen tröpfeln dann nur noch so dahin. Schade, erst recht bei dieser prominenten Besetzung.

2/5 Sterne
Ab 11. April im Kino