Apple TV Plus: Peanuts & Chill


Der iDings-Hersteller schwimmt mit dem Strom und lanciert am 1. November weltweit seinen eigenen Streaming-Dienst. In Sachen Abo-Preis steckt Apple TV+ die Konkurrenz um Netflix schon mal in die Tasche: CHF 6.-- soll die monatliche Gebühr betragen und wer sich ein neues Apple-Gerät kauft, kriegt den Service für ein Jahr geschenkt. Schaut auf den ersten Blick also schon mal ganz gut aus. Aber das tun schwarze Rollkragenpullover bekanntlich auch – bis man merkt, dass an denen ständig Katzenhaare kleben bleiben. Wie schaut es also mit dem geplanten Programm aus, schliesslich soll es nur aus exklusiv für den Service produzierten Filmen und Serien bestehen. Wir haben uns mal durch die Vorschau geschnuppert und einige Highlights rausgepflückt.


«The Morning Show»

Das topbesetzte Prunkstück im Startprogramm-Line-up: Jennifer Aniston als Morgenshow-Moderatorin, die sich gegen eine jüngere Konkurrentin (Reese Witherspoon) durchsetzen muss, während die Karriere ihres Ex-Kollegen (Steve Carell) wegen Belästigungsvorwürfen bachab geht. Ganz schön viel Potential und mit den Stars der beiden ehemaligen Netflix-Cashcows («Friends», «The Office») besetzt – shots been fired!

4/5 Brent Rambos

«See»

In einer fernen Zukunft ist die Menschheit erblindet – vielleicht weil alle ständig in ihre Smartphones glotzten, Apple!? – bis plötzlich zwei Babys mit funktionierendem Augenlicht zur Welt kommen und von Jason «Vaguely Native American» Momoa beschützt werden müssen. Bisschen «Bird Box», bisschen «Children of Men», bisschen «Apocalypto», aber die aufwendige Produktion könnte die etwas alberne Ausgangslage mehr als wett machen.

3/5 Brent Rambos

«For All Mankind»

Stell dir vor, die Russen hätten den Wettlauf ins All gewonnen und wären als erstes auf dem Mond gelandet. Die Antwort der Amerikaner? «Fuck you, das Rennen geht jetzt bis zum Saturn! Und wir haben neu auch noch Lady-Astronauten! USA! USA!» Die «Was wäre wenn»-Dramaserie von Ronald D. Moore («Battlestar Galactica») wärmt den Kalten Krieg auf und schaut so interessant aus wie ein aufgeräumter NASA-Schreibtisch.

2/5 Brent Rambos

«Snoopy in Space»

So geht Weltraum! Snoopys galaktische Odyssee kommt nicht nur im vertrauten Animationsstil und dem obligatorischen Soft-Jazz-Soundtrack daher, sondern soll durchaus auch einen bildungstechnischen Auftrag verfolgen – die «Peanuts»-Macher arbeiten nämlich schon seit Jahrzehnten offiziell mit der NASA zu diesem Zweck zusammen. Apple konnte sich ausserdem auch die Rechte an zukünftigen «Peanuts»-Projekten sichern.

5/5 Brent Rambos

Ausserdem vielleicht noch interessant:

Steven Spielberg wiederbelebt seine TV-Kultserie aus den 80ern «Amazing Stories», das Team der Sesam Strasse erklärt Technik mit «The Helpsters», Hailee Steinfeld spielt eine fiktive Version von Emily Dickinson und Rob McElhenney und Charlie Day versuchen in der Comedy «Mythic Quest» so lustig zu sein wie in ihrer Stammshow «It‘s Always Sunny in Philadelphia», was aber ganz schön schwierig werden könnte.

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