Die «Bachelor» Fab 3 Power Rankings – The Final Countdown


Jeden Dienstag frisch geschniegelt: Die einzige «Bachelor»-Berichterstattung, die du brauchst.


Was bisher geschah: 

Die Welt im Jahr 2018: Längst haben sich die Menschen ihren Maschinen unterworfen, per Bildschirm kriegen sie eine Mangelernährung aus elektronischer Aufmerksamkeit durch ihre OnlineKontakte verabreicht. Nur einige wenige von uns kriechen noch immer verzweifelt über den blutigen Boden dieses Schlachthofs namens Liebe auf der Suche nach den paar wenigen Knochen, an denen noch etwas Fleisch zu kleben scheint.

Einmal im Jahr aber entsenden die Distrikte – Deutschland, Österreich, Schweiz, Los Angeles und Glattbrugg – ihre fähigsten Tribute, auf das sie sich in ihre glitzerndsten Ballroben und spitzesten High Heels zwängen. Die Beste unter ihnen soll das Herz eines Mannes erobern – auf das ihre Liebe uns allen wieder Hoffnung gibt.

21 Tribute sind angetreten – 18 sind bislang gefallen. Am Ende dieses Fab* (Fearless Ascending Bitches) 3 Power Rankings wird es nur noch eine geben. Und so beginnt die letzte Schlacht.

Platz 3: Mia

Just call me “Angel?” in the morning

Warren Buffett sah bereits 2005 das Finale der diesjährigen «Bachelor»-Staffel voraus (auch wenn er es mit irgendwelchem finanzpolitischen Kram ausschmückte, um seine übliche Fan Crowd nicht zu verwirren). Und so brennt der Klassenkrieg in dieser letzten Episode noch einmal so richtig auf: Mia der Morlock gegen die Eloi Sanja und Amanda. So sind letztere Ladies davon überzeugt, dass der überaus erfolgreiche Geschäftsmann Clive niemals mit jemandem wie Mia an seiner Seite zu einem überaus erfolgreichen Geschäftsanlass auftauchen kann, weil der blosse Anblick ihrer Tattoos den SMI um 13 Punkte fallen liesse. Ganze Wirtschaftssektoren würden ihre Investments aus der Schweiz zurückziehen und ehe wir «ACAB» buchstabieren können, müssten wir uns Suppe aus Gras und Steinen kochen, um in diesem post-economic-collapse wasteland überleben zu können. Zur Erinnerung: Der erste Bachelor Lorenzo Leutenegger entschied sich einst für eine kaum body-modifizierte Cam und wurde wahrscheinlich nur deshalb jüngst in die Geschäftsleitung von Goldbach Media befördert (Gratulation, Lorenzo). Und so nützt es am Ende auch nichts, dass Mia dazu bereit wäre, ihr Gesichtstattoo – eine unbedachte Jungendsünde, die sie einst im Alter von…vor fünf Monaten gemacht hat – für Clive zu entfernen: Es gibt in unserer Gesellschaft scheinbar noch immer unüberwindbare Klassenunterschiede, die kein Puder von Click & Care überdecken können. Die wahrscheinlich bitterste Wahrheit der vergangenen Wochen ist also wohl jene, that you can get a girl out of Glattbrugg to travel the world – but you can never get Glattbrugg out of the girl.

Platz 2: Amanda

Amanda endlich Zeit für Ferien in Balkonien

Auch die Personaltrainerin aus Los Angeles [citation needed] wäre bereit, für Clive ihre Auswanderungsträume weglasern zu lassen. Bei solchen Versprechungen hört man zwar die Geister von Zehntausend Suffragetten aufschreien, doch ganz ehrlich: Bevor das ganze Unterfangen wie bei Cosmo Kramer oder der Black Dahlia endet, kehrt Amanda vielleicht besser in die Schweiz zurück, um Donghua Li für sein Comeback fit zu machen. Ausserdem sind gemäss Amanda ohnehin alle Männer in L.A. sehr unseriös, was wahrscheinlich Code ist für «In jedem Raum, den ich betrete, wartet bereits ein Produzent mit offenem Bademantel». Doch auch Amanda nimmt kurz vor dem Ziel die letzte Abzweigung ins Tal der Tränen – womöglich hat sie das eigene Klatschmaul ins Verderben gelotst: Seit Tagen behauptet Amanda nämlich, Sanja wolle keine Kinder mit Future Baby Daddy Clive, weil sie in Wahrheit Eva Ernst aus «Hexen hexen» sei. Tatsächlich stellt sich die Österreicherin aber im Kreuzverhör als eine Mischung aus Mary Poppins und Farrah Abraham heraus, die nur noch ihre kaputte Zyste operativ tunen muss, um anschliessend mit Clive so viele Kinder zu machen wie englische Katholiken in einem «Monty Python»-Film. Hach, Amanda. Es scheint, als habe die Personaltrainerin am Ende doch kein Workout gefunden für den wichtigsten Muskel in dieser Staffel – das Herz von Clive Bucher. (Das Workout zu unserem Herzen sind übrigens eine Flasche Rotwein und eine «Best of Tindersticks»-Playlist, just sayin‘.)

Platz 1: Sanja

Danke, fertig

Für seine letzte Herz und Nieren Prüfung hat sich Clive die Hilfe seiner beiden Besties aus der Schweiz geholt: Jessica Gouveia Faustino, die sich mit diesem Namen auch bestens in der brasilianischen Fussball-Nati machen täte (und die über einen der besten Google Search Top Results ever verfügt) sowie Salvi, der neben John Cena wohl einzige Mann über 35, welcher sich in Jorts an die Öffentlichkeit getraut. Als Trouble Shooter vom Bachelor machen die beiden einen ausgezeichneten Job und wäre der Posten vom White House Chief of Statt nicht kürzlich neu besetzt worden, wir hätten J & S prompt als Doppel-Nomination vorgeschlagen. So gelingt es dem Duo unter anderem auch, den bislang so geheimnisvollen Business Plan von Sanja aufzudecken. In der letzten Folge hiess es von der ehemaligen Kanzleiangestellten, sie wolle ihre Geschäftsidee noch nicht verraten. Jetzt erfahren wir: Sanja – die Outfit-mässig in dieser Folge übrigens FKF (Full Kees Flodder) geht – hat noch keine Geschäftsidee. Oh well! Ihr wahrer Traum sei ohnehin, den ganzen Tag lang daheim auf Clive zu warten, um ihn dann am Abend mit einem Martini oder so zu empfangen. Mit anderen Worten: Sanja möchte Betty Draper sein – und was könnte da schon schief laufen? Doch scheinbar hat Clive tatsächlich die ganze Zeit über eine Hausfrau aus den 50er Jahren gesucht und schenkt Sanja am Ende nicht nur die allerletzte Rose, sondern gleich auch noch einen Ring – wir nehmen mal an, es handelt sich dabei um einen Restposten vom Jonas Brothers Merchandise. Clive und Sanja, together at last – bayyybayyy!