Review: Pose – Season 2


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Von Ryan Murphy

Mit Billy Porter, MJ Rodriguez, Dominique Jackson u.a.

Um die schlechte Nachricht gleich vorweg zu nehmen: Das von James Van Der Beek so famos 80s-abscheulich gespielte Trump-Tower-Yuppie-Arschloch ist nicht mehr dabei. Und sorry, «American Horror Story»-Fangirls, auch Evan Peters ist aus der zweiten Staffel ausgeschieden und geht jetzt irgendwo anders fremd. Die Anzahl blonder Businessmänner in blauen Businesshemden mit weissem Businesskragen ist damit auf 0% gefallen, was «Pose» gar nicht mal so schlecht tut: Noch tiefer taucht die Serie damit in die New Yorker Vouging-Szene und die Welt ihrer Protagonisten ein. Inzwischen hat sich das Underground-Phänomen im Mainstream etabliert. Doch die Hoffnung von Housemutter Blanca (MJ Rodriguez), dass sich damit die Lebensumstände ihrer Ersatzfamilie verbessern, zerschlagen sich schnell wieder. Zudem fordert die AIDS-Epidemie immer zahlreichere Opfer in er LGBTQ+ Community. Immerhin: Szene-Grande-Dame Elektra (Dominique Jackson) hat jetzt einen lukrativen Nebenjob als Domina und Nesthäkchen Angel (Indya Moore) startet als Model durch. Für eine emotionale Achterbahnfahrt so steil wie die Skyline von Manhattan ist also gesorgt und erneut brilliert – neben dem gewohnt fantastischen Soundtrack – die rundum sympathische Cast – allen voran Indya Moore und Billy Porter, der für seine Rolle als wortgewaltiger Ball-Host Pray Tell völlig zurecht einen Emmy Award für den besten Hauptdarsteller einer Drama-Serie gewann.

5/5 Sterne

Ab 30.10. auf Netflix