Animal Crossing: New Horizons – Wir beantworten die 10 absolut wichtigsten Fragen


Politische Rechtsrutsche, Klimakatastrophe, die Existenz von Gölä und Trauffer ‒ manchmal scheint das Elend überhandzunehmen. Doch verzage nicht: Die Life-Simulation «Animal Crossing: New Horizons» ermöglicht eine Flucht aus dieser desolaten Realität und das sogar ganz ohne Nadelstiche in der Armbeuge. Wir beantworten sämtliche Fragen, die dir zum Switch-Einstand der beliebten Reihe jemals in den Sinn kommen könnten.


von Schimun Krausz

  1. Okay, worum geht’s?

Als kleiner Hippie, der du Kifferkind eben bist, entscheidest du dich für ein Leben als Aussteiger und schlägst dein Zelt (wörtlich gemeint) auf einer verlassenen Insel auf und baust dir nach und nach eine neue Existenz auf.

  1. Und wo sind diese Animals aus dem Gametitel?

Deine Insel wird von ein paar von ihnen bevölkert. Du plauderst mit ihnen, hilfst beim Ausbau ihrer Gärten, triffst auf Ausflügen auf anderen Inseln welche von ihnen an und lädst sie ein, in deine Nähe zu ziehen, damit du später jemanden hast, von dem du Salz, eine Bohrmaschine oder Bleiche zum Entfernen von Blutspritzern borgen kannst.

  1. Die Tiere sind also friedlich? Lame.

Chill. Unter den Viechern befinden sich auch regelrechte Halsabschneider. Franchise-Kredithai Tom Nook zum Beispiel, der dir dein Aussteiger-Paket geschnürt hat ‒ und sich an Tag zwei deines neuen Lebens daran erinnert, dass du ihm den Vorschuss zurückzahlen musst. Und zwar in der neuen Währung Nook Miles. Immerhin verdienst du diese mit normalen Tätigkeiten wie Rumlatschen, Fischen und wahrscheinlich sogar Kacken.

  1. Wenn ich mit den Tieren auf der Insel nicht gut auskomme, kann ich dann einen Volleyball anmalen, ihn Wilson nennen und zu meinem BFF erklären?

Theoretisch tatsächlich. In Tom Nooks Zelt steht eine Werkbank, mit der du aus den holz- und spitzgehackten Materialien alle erdenklichen Gegenstände und Möbel zimmern kannst.

  1. Und eben: Anmalen geht auch?

Absolut! Auf viele Items kannst du für den zusätzlichen persönlichen Anstrich deine eigenen Designs packen. Wir können es kaum erwarten, die «Space Jam»-Bettwäsche aus unserer Kindheit, das «Smash WEF!»-Transparent aus unserer Jugendzeit und das «FBI ‒ Female Body Inspector»-Shirt von den letzten Mallorca-Ferien nachzubauen.

  1. An Festivals campe ich ja gerne, aber auf Dauer beginnt’s in so einem Zelt gewaltig zu müffeln. Kann ich auf VIP-Tickets upgraden?

Pfff, die verweichlichte Jugend von heute. Früher haben wir im Schlamm vor der Hauptbühne übernachtet und uns von den Filzläusen unserer besoffenen Sexualpartner ernährt. Aber wir sind hier nicht an einem Openair, darum gibt’s auch keine VIP-Upgrades, reiss dich bitte zusammen. Bei Mafia-Nook kannst du deine Stoff-Stinkhöhle jedoch gegen ein Haus eintauschen ‒ selbstverständlich abermals auf Pump, aber diesen Lifestyle bist du dir eh gewohnt.

  1. Ich kann also meine Hütte umbauen ‒ kann ich auch bei der Umgebung Hand anlegen?

Aber voll. Mit dem praktischen neuen Item-Rad (funktioniert wie das Menü, in dem du in «GTA» zwischen Raketenwerfer und Motorsägen-Dildo wechselst) wählst du das passende Werkzeug aus und schüttest Flüsse auf, reisst Hügel ein und gräbst Löcher so in den Boden, dass sie von oben betrachtet die Form eines Pimmels, Stinkefingers oder Hanfblattes (whatever floats your boat und so) haben.

  1. In früheren Teilen der Reihe haben mir Trolls im Multiplayer immer meine Stadt abgeholzt, was mich richtig angekotzt hat. Muss ich diesmal wieder kotzen?

Nintendo will, dass du deine Körperflüssigkeiten bei dir behältst und verhindert, dass andere Spielerinnen und Spieler, die du auf deine Insel lässt, ebendiese verwüsten. Du kannst Online-Kontakte aber zu «Best Friends» erklären, die dann uneingeschränkt in deiner Hood wüten können. Schliesslich schreit nichts lauter «Freundschaft!», als wenn du den Baum direkt neben dem Haus deiner oder deines BFF fällst und durchs Ziegeldach krachen lässt.

  1. Was, wenn ich mich in der Einöde verlaufe und nicht enden will wie James Franco in «127 Hours»?

Apple hatte eben schon Recht: «There’s an app for that!» Auf deinem NookPhone (gibt’s eigentlich auch einen Aspekt im «Animal Crossing»-Leben, den Tom Nook nicht kontrolliert? Die zwei o in seinem Nachnamen stammen wohl von seiner Real-Life-Inspiration: Google) wählst du einfach die App «The Rescue Service» und wirst per Heli zurück zu deinem Zelt/Haus/Folterkeller geflogen.

  1. Moment, ich muss mich körperlich betätigen, obwohl ich ein Smartphone habe? WTF?! Welche Apps sind denn da sonst noch drauf?

Eigentlich dient dein Handy vor allem als aufgehübschtes Game-Menü. Du kannst damit jedoch auch Fotos machen (ob der neue Michael-Wendler-Filter von Oliver Pocher installiert ist? Auch da steht die Antwort seitens Nintendo noch aus). Die Uber-, Dominos-Pizza- und Grindr-App haben wir noch nicht gefunden, aber Nintendo hat Gratis-Updates nach dem Launch angekündigt, von daher #fingerscrossed.

von Nintendo • ab 20. März erhältlich für Switch