6 Reiseziele, die jeder Gaming-Aficionado einmal durchgespielt haben sollte


Wer die letzte Staffel «Mindhunter» auf Netflix gesehen hat, weiss: Arcades, das waren in den 1970s (und -80s und -90s) bunt blinkende Shangri-Las, an denen die coolen Kids die neusten Videogames zockten, kurz bevor sie von einem Serienmörder aufgegabelt wurden. Letzteres ist aber nicht der Grund, warum Spielhallen in den vergangenen Jahren zunehmend ausgestorben sind […]


Wer die letzte Staffel «Mindhunter» auf Netflix gesehen hat, weiss: Arcades, das waren in den 1970s (und -80s und -90s) bunt blinkende Shangri-Las, an denen die coolen Kids die neusten Videogames zockten, kurz bevor sie von einem Serienmörder aufgegabelt wurden. Letzteres ist aber nicht der Grund, warum Spielhallen in den vergangenen Jahren zunehmend ausgestorben sind (hoffen wir zumindest). In Zeiten von Online-Multiplayer und Twitch braucht man schlichtweg nicht mehr länger von der heimischen Couch aufzustehen, um sich mit Gleichgesinnten aus aller Welt zu connecten. Und dennoch: Einer waschechten Arcade wohnt noch immer eine einzigartige Magie inne, die nicht nur retroselige Galaga-Champions verzückt. Hier sechs Locations, die jedes reisefreudige Gamer-Herzchen höher schlagen lassen.

Akihabara, Tokio (JAP)
Kaum ein anderer Fleck auf dem Globus bietet mehr Gaming pro Quadratmeter als dieser Hi-Tech-Stadtteil der japanischen Kapitale. Neben zahlreichen Otaku-Shops und Cosplay-Cafés zeichnet sich das Amüsierviertel durch seine weltberühmten Arcades aus, beispielsweise der Mega-Komplex SegaWorld. Wesentlich charmanter ist dagegen das etwas versteckt liegende Super Potato: Zu kaufen gibt es hier teilweise hochseltene Retro-Konsolen und -Spiele, in der obersten Etage finden sich zudem Uralt-Spielautomaten wie das originale «Street Fighter 2».

Pinball Hall of Fame, Las Vegas (USA)
Selbst für Vegas-Verhältnisse ein … ausgeflippter Hotspot (nailed it!). Das Museum beherbergt über 200 Flipperautomaten (plus einige sonstige Zockmaschinen), wobei einige davon über 70 Jahre alt sind. Sämtliche Modelle können ausprobiert werden und die Einnahmen gehen als Spende an die Heilsarmee. Hach, so läuft das eben in der Sin City: Auch Wohltätigkeit muss man sich hier erst erspielen.

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#zurich #outlane #arcade

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Outlane, Zürich (CH)
Es ist der wahrscheinlich letzte klassische Spielsalon auf Schweizer Boden: Das Outlane in Zürich-Altstetten funktioniert als privater Verein, für CHF 100 kannst du Mitglied werden und hast danach am jeweils letzten Donnerstag und Freitag des Monats freien Zugang auf das 240 Quadratmeter grosse Lokal. In ihm finden sich Dutzende Flipper- und Videospielautomaten, dazu schön viel Retro-Chic. Und ja, die Lokalität ist aktueller Frontrunner für unser RCKSTR-Weihnachtsessen.

Museum of Soviet Arcade Machines, St. Petersburg (RUS)
«In Soviet Russia, video game plays you!» Diese Theorie testen lässt sich zumindest in dieser nicht ganz ungewöhnlichen Einrichtung. Tatsächlich wurden nämlich in der UdSSR während den 1970er Jahren zahlreiche Videospielautomaten gebastelt. Meist handelte es sich dabei um technisch nicht ganz so propere Bootlegs westlicher Modelle, was die (ca. 50 spielbaren) Ausstellungsstücke umso charmanter macht.

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Throw back Thursday 👾🤖

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Barcade, New York (USA)
As hipster as an Anker-Tattoo auf der Innenlippe: 2004 eröffnete in der Rollmützen-Hochburg Williamsburg die erste Barcade-Filliale. Der Laden kombinierte Craft-Bier-Ausschank mit Retro-Games sowie Industrial-Charme und landete damit einen zeitgeistigen Volltreffer. Inzwischen gibt es mehrere Standorte an der amerikanischen West- und Ostküste, das meist rappelvolle Original mit Pixel-Klassikern wie «Frogger» und «Asteroids» befindet sich jedoch nach wie vor an der 388 Union Road.

Arcade Hotel, Amsterdam (NLD)
Hätte Chet Baker eine Videospielkonsole auf dem Zimmer gehabt, hätte er sich womöglich nicht aus seinem Hotelfenster gestürzt. (Non-Jazz-Fans müssen das jetzt vielleicht googlen.) Dieses Amsterdamer Gasthaus macht es besser und bewirbt sich als das weltweit erstes Arcade Hotel: Sämtliche Zimmer sind mit fetten Flatscreens und Retro-Konsolen ausgestattet, zusätzlich gibt es einen Gaming-Room mit VR-Ausstattung. Und unter uns gesagt: Was sonst soll man denn bitteschön in Amsterdam machen, als den ganzen Tag auf dem Hotelbett «Mario Kart» zu daddeln? Eben.

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