Game Review: Phoenix Wright – Ace Attorney Trilogy



Von Capcom • Für Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One und PC

Krass: «Phoenix Wright: Ace Attorney» ist vor fast 18 Jahren für den Game Boy Advance erschienen. Und die Jahre seither haben dem Titel sowie seinen Sequels «Justice for All» (Metallica-Referenz wohl beabsichtigt) und «Trials and Tribulations» erstaunlich wenig zugesetzt – bis auf inhaltlich Altbackenes wie das Fehlen von Smartphones oder Social Media, was damals eben noch Science-Fiction war. Schon für die Trilogie auf iOS, Android und dem 3DS wurden die Manga-Visuals aufgehübscht und erstrahlen auf der aktuellen Konsolengeneration sowie auf PC nun in HD-Glanz. Ansonsten hat Capcom nichts geändert – ist ja auch ein Re-Release und kein Remake. Als Titelheld und Strafverteidiger Phoenix Wright sammelst du in Mordfällen Beweise, befragst Beteiligte und findest beim Kreuzverhör vor Gericht die Lücken im Lügengeflecht der Zeugen, welche die Staatsanwaltschaft vorlädt, um schliesslich die Unschuld deiner Klienten zu beweisen. Nach wie vor nervt, dass deinem Einspruch nur stattgegeben wird, wenn du den Beweis für den Widerspruch in der Zeugenaussage exakt an der richtigen Stelle vorlegst – auch wenn er vorher oder nachher genauso gut gepasst hätte. Da du jederzeit speichern kannst, sind diese gelegentlichen Trial-and-Error-Situationen aber halb so wild. Der supercatchy Soundtrack, die Story-Twists, die abgedrehten Figuren sowie die absolut furchtbaren und damit wirklich grossartigen Wortspiele in den Gesprächen machen das locker wett. Ausserdem beschäftigt dich jeder Teil der Trilogie locker 20 Stunden – das sind also knapp drei Tage Quasi-Alexander-Hold für rund 30 Stutz. Urteil: easy fair.

4/5 Sterne

Diesen Artikel kannst du ab sofort in voller grafischer Pracht in unserer Online-Ausgabe des Printmagazins lesen.