Game-Review: Wargroove


Am 1. Februar veröffentlichte Chucklefish seine Antwort auf «Advance Wars» von Nintendo. Wir haben das Game getestet.


Von Chucklefish • Für Switch und PC

Als 2008 in Genf der grösste Teilchenbeschleuniger der Welt in Betrieb genommen wurde, proklamierten ein paar Aluhut-Träger darob das Ende der Welt. Dazu kam es bekannterweise nicht, aber das selbe Jahr markierte das Ende von Nintendos Taktik-Serie «Advance Wars». Mehr als eine gamelose Dekade später hatte es der Indie-Entwickler Chucklefish offenbar satt, drauf zu warten, dass Nintendo die brachliegende Franchise wiederbelebt und stattdessen sein eigenes «Advance Wars» produziert. «Wargroove» ist die kompetente Weiterentwicklung des Spielprinzips: Rundenbasiert kommandierst du auf den ausladenden 2D-Maps deine Fantasy-Truppen in Richtung der gegnerischen Armee. Rund 20 verschiedene Einheiten warten mit ihren jeweils eigenen Stärken und Schwächen auf. Lanzenträger hauen Schwertkämpfer weg, Magier sind effizient gegen fliegende Feinde und Bogenschützen sind die ideale Support-Crew. Die Armeen werden von einem besonders starken Kommandanten (von denen einer übrigens ein Hund ist: Good boy Ceasar!) angewiesen – dieser schluckt ordentlich Schaden und teilt genauso heftig aus. Und nur wer jeden Zug bis zum Ende durchplant und sämtliche gegnerischen Möglichkeiten miteinbezieht, hat eine Chance auf den Sieg. Etwas nervig ist deshalb, dass es während den Missionen keine Möglichkeit zum Speichern gibt. Nichts zu meckern gibt es dafür am Editor: Schnell und einfach lassen sich Custom-Matches und sogar ganze Story-Kampagnen erstellen. Der ohnehin schon dicke Umfang von «Wargroove» bekommt damit Gaming-Futter für eine kleine Ewigkeit.

4/5 Sterne

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