Game-Review: The Surge 2


2017 konnte der erste Teil des Science-Fiction-Fleischwolfs völlig zurecht den Preis für das beste deutsche Spiel einheimsen, obwohl «The Surge» anfangs noch mit so einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen hatte. Für den Nachfolger hat sich Entwickler Deck 13 viel vorgenommen und versprochen, dass das Gameplay abwechslungs- und umfangsreicher wird, was sich schon nach wenigen Stunden Spielzeit bestätigt: Im Gegensatz zum eingeschränkten Gebiet des ersten Teils, lässt sich nun eine ganze Stadt erkunden. Also, wenn euch nicht gerade jemand versucht den Scheitel zu ziehen.


Gliedmassentornado der Stufe 5

von Deck 13 / Focus Home Interactive – Für PS4, X1, PC

Das hervorragende Kampfsystem aus dem ersten Teil wurde dagegen nur minim überarbeitet, was ja auch nicht wirklich nötig war. Wirklich interessant ist dafür die Heilmechanik, da keine Items dafür zur Verfügung stehen. Die Heilmechanik funktioniert nur noch über die im Exoskelett integrierten Akkus, die sich bei erfolgreichen Angriffen aufladen und beim untätigen Rumlungern entladen. Das hat nun zur Folge, dass sich «The Surge 2» im Vergleich zum Vorgänger viel schneller und aggressiver spielt. Ebenfalls grösstenteils unverändert übernommen wurde das Craftingsystem: Wie beim Vorgänger können den Gegnern die Gliedmassen abgetrennt werden, um an die Baupläne der Rüstungen oder Waffen zu kommen. Die Anzahl der möglichen Waffen wurde massiv erhöht und trotzdem fühlt sich jedes gefundene Exemplar etwa gleich mächtig und ausgeglichen an, was dem Spieler einen grossen Freiraum im bevorzugten Spielstil lässt.

«The Surge 2» macht vieles richtig und vor allem noch mehr Spass als der Vorgänger. Okay, die Story ist wieder ein bisschen platt, aber wer kauft sich schon so ein Game wegen der Story? Eben. In den wichtigen Kategorien kann «The Surge 2» jedenfalls überall satt Punkte einfahren und wer auf eine futuristische Mischung aus «Dead Space», «Dark Souls» und «Mortal Kombat» steht, der kann hier bedenkenlos zugreifen.

4/5 Sterne

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