Review: Samurai Survival – Onimusha (Warlords Remaster)


Beim Remake von «Onimusha: Warlords» waren die Erwartungen grösser. Doch was genau hat sich verändert?


Von Capcom – Für PS4, Xbox One, PC

Ein bisschen schade ist es ja schon. Während «Resident Evil 2» auf der Seite nebenan im vollen Remake-Glanz erstrahlt, erhält  «Onimusha: Warlords» (2001 auf der PS2 erschienen und ursprünglich als «Resident Evil»-Spin-off geplant – the more you know), nicht viel mehr als eine höhere Auflösung und eine modernisierte Steuerung. Die, wo wir gerade schon dabei sein, immer noch ein kleines bisschen scheisse ist. Wir wollen aber nicht kleinlich sein, grundsätzlich ist es ja lobenswert, dass Capcom die Franchise aus dem Winterschlaf holt und wir freuen uns darüber, mit dem Samurai Samanosuke erneut auf Zombiejagd gehen zu dürfen. Diese spielt sich im feudalen Japan des. 16. Jahrhunderts ab, wo du nach der entführten Prinzessin Yuki suchst. Yuki wurde vom untoten Feldherren Nobunaga entführt, der Blut aus ihrem Schädel trinken will, weil ihm das der dreiäugige Dämon Fortinbras so nahegelegt hat. Die Story ist gespickt mit grossartigem Trash, überzeichneten Charakteren und cheesy Dialogen, wie sie nur die frühen 2000er hätten hervorbringen können. Auch das Gameplay ist ein Produkt seiner Zeit; per Schwert und elementarer Magie heizt du deinen Gegnern ein, deren Seelen du hinterher verwendest, um Katana & Co. aufzuwerten. Dazu gibt es genretypische «Hole es von A und bringe es nach B»-Rätsel und ein paar Bosskämpfe.  Klingt simpel? Ist es auch. In Zeiten von «Red Dead Redemption 2» und «Assassin’s Creed Odyssey»-Epen positioniert sich «Onimusha: Warlords Remastered» als das Dschungelcamp unter den Games: Kurzweillig, ein bisschen doof und nicht sehr hübsch anzuschauen, aber irgendwie halt doch verdammt unterhaltsam.

3/5 Sterne

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